Wir sind es von Amazon gewohnt: ein paar Klicks, das gewünschte Produkt auswählen – und wenige Tage später bringt es der Paketbote. Beim Sugardating funktioniert das nicht. Es ist mühsam, oft extrem frustrierend, und eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Ich kenne nicht wenige Sugarbabes oder Sugardaddys, die irgendwann aufgegeben haben.
Die erste Frage, die man sich stellen sollte, lautet: Will ich das überhaupt? Das klingt banal, ist es aber nicht. Natürlich locken Geld, Reisen und Shopping – ja. Aber bin ich auch bereit, mich regelmäßig mit einem älteren Mann zu treffen, lange Gespräche zu führen und Sex zu haben – eher nein? Alles auf einmal gibt es selten, man muss wählen. Je jünger und attraktiver der Sugardaddy ist, desto weniger Geld gibt es meist. Und je erfolgreicher er im Beruf steht, desto weniger Zeit hat er in der Regel.
Auch eine realistische Selbsteinschätzung ist entscheidend: Wie attraktiv bin ich wirklich? Reicht es für die Spitzen-SDs oder sollte ich besser kleinere Brötchen backen?
Die meisten Sugardaddys oder Sugarbabes, die gescheitert sind, hatten schlichtweg unrealistisch hohe Erwartungen.
Der freundliche Herr mit Bauchansatz, der 1.500 Euro monatlich gibt, gelegentlich mit seiner Sugarbabe verreist und nach sechs Monaten immer noch an ihrer Seite ist – das ist viel. Extrem viel. Weit mehr, als die meisten jemals erreichen.