Beiträge von Tarquin

    Generalisieren ist wohl immer falsch. Von meinen Erlebnissen her würde ich aber die Einschätzung teilen, daß ein signifikant hoher Anteil >80 % dieses selbstzerstörerische Verhalten an den Tag legen, weil sie eine wie auch immer geartete traumatische Störung in ihrer Entwicklungsphase erlebt haben.


    Frei von Bewertung: Ihr könnt ja mal fragen, wie viele von ihnen Antidepressiva nehmen. Manche früher, manche später. Diese emotionale Distanz von sich selbst, die dazu nötig ist, um diesen "Upgrade-your-Lifestyle" zu leben, kommt nicht von irgendwoher. Jeder, der daran Zweifel hat, kannn sich ja mal selbst zum Spaß als Sugarboy anmelden und für zwei drei Monate anderen Leuten gegen Geld einen blasen.


    Wobei die SB/SD nicht "krank" sind, sondern eine Art Selbstschutz betreiben, indem sie die traumatischen Erlebnisse immer und immer wiederholen. Und noch meinen, daß es gut für sie ist. Wäre das der Fall, würden die Antidepressiva (oder Alkohol oder die ganzen Luxushandtaschen oder andere Ablenkungen) nicht notwendig sein. Wie gesagt, es gibt Ausnahmen und das Gesagte ist weder generalisierend noch bewertend gemeint.


    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    was ich sexuell ausprobieren wollte getan da ist alles abgearbeitet.


    Und ich habe gemerkt das dass emotionale mir immer wichtiger wird. Klar das Bett gehört immer noch dazu aber das drumherum ist mir wichtiger. Und da möchte ich eher eine nachhaltige und ehrliche Sugar Beziehung haben.


    An dem Punkt bin ich auch. Schön zu sehen, dass es auch Andere gibt.

    Das ist nicht von der Hand zu weisen.

    Das mag es in kleinerem Umfang vielleicht geben, aber machen wir uns doch nichts vor: Antriebsfeder Nr. 1 werden bei so gut wie allen materielle Vorteile sein.

    Das ist nicht von der Hand zu weisen.


    Dass oft Missbrauch im Spiel war, ist keine Pseudopsychologie, sondern entstammt der Forschung.

    Das kann man ignorieren, oder aber so verantwortungsvoll wie möglich damit umgehen.

    Es gibt Frauen, die stehen tatsächlich auf reifere Männer.

    Ein Mädel deren erster Freund ich war, heute Ende 20, steht total auf 50+ Typen.

    Nicht alle, aber ein großer Anteil dieser Frauen haben in ihrer Kindheit und Jugend die eine oder andere Art von Missbrauch durch ältere Personen erlebt. Damals konnten sie sich nicht wehren, und dieser Umstand führt dann zu einer Art Umkehrhandlung: der Missbrauch wird nicht nur entschuldigt sondern beschönigt und schließlich als reizvoll betrachtet. Wenn man sich nicht wehren kann, dann ist diese Erfahrung toll. Und das ist reiner Selbstschutz, um seinen Gefühlen nicht begegnen zu müssen.


    Diese Erfahrungen werden immer und immer wieder aktiv herbeigeführt und nochmal durchlebt und nochmal durchlebt. Da entsteht so eine Art Zwang.

    Also mit: "auf reifere Männern stehen", da wäre ich vorsichtig. Natürlich kann man das "brauchen". Nur von da ist es nicht weit zum Missbrauch.

    Würde diese Theorie auch standhalten, wenn die Welt voller Sugarmummies wäre? Ich wage jetzt mal die These, dass jeder Partner in einer Ehe (oder vergleichbaren Beziehung), egal ob Mann oder Frau, damit auf Dauer nicht umgehen könnte und früher oder später für sich die Konsequenzen zieht.

    Guten Morgen.


    Das ist auch meine Lebenserfahrung. Allerdings frage ich mich auch, warum das so ist? Warum ist das so eingebrannt, dass wir dem jeweiligen Partner nicht das Abenteuer gönnen, oder die Anlehnung an einen anderen Menschen, oder die finanzielle Sicherung? Ist das wirklich nur Neid oder Missgunst?


    Sicher ist: den meisten Partnern verursacht es Schmerzen, wenn sie es "herausfinden". Wahrscheinlich geht es weniger darum, dass der Partner im Bett mit jemanden anderen liegt, sondern darum, dass dies am Wissen des Partners vorbei geht. Also das Vertrauen zwischen zwei Menschen missbraucht wurde. Dieser Punkt schmerzt.


    Zur Eingangsfrage: Wenn Du mit jemanden ausgehst und schläfst, der einen Partner hast, dann leistet Du im Prinzip bezahlte Beihilfe zu Schmerzen. Das liegt zwar nicht direkt in deinem direkten Verantwortungsbereich. Aber so funktioniert auch "die Banalität des Bösen". (Siehe Hanna Ahrendt mit dem gleichnamigen Buch). Indem die Verantwortung abgegeben wird. Für den eigenen Seelenfrieden wären daher saubere Lösungen und Verhaltensweisen besser. Deine Intuition sagt ja: Gewissensbisse. Hörst Du nicht auf deine Intuition, speichern sich diese Bisse in deinem Körper mit der Zeit auf und treten dann irgendwann mit körperlichen Symptomen zutage und wird dir auch Schmerzen bereiten. Außerdem wird Dir das gleiche widerfahren, weil Du immer das wiederholst, immer wieder diese Situationen herbeiführst, was Dir passiert ist.

    Mit Verantwortung und Bewusstsein die richtigen Entscheidungen treffen. Wobei richtig ist, was dem Leben dient. Dabei gilt allerdings: nicht Moral ordnet die Welt, sondern Notwendigkeiten.


    Viele Grüße an alle,


    Tarquin