Alles anzeigenDas Problem ist die plumpe Darstellung, die von vielen Annahmen ausgeht.
Nimmt man einen Minijob, sind es nur 30% und das Geld ist dann auch schon versteuert. 30% Grenzsteuersatz dürften die allermeisten SDs erreichen.
Für 1000 Euro netto (Midijob) sind es 1.550 Euro Arbeitgeberbrutto. Bei einem Grenzsteuersatz von 44,31% bleiben 863 Euro Nettobelastung, bei "Reichensteuer"-Grenzbesteuerung sogar nur 813 Euro. Das noch ohne Gewerbesteuer.
Die Belastung ist damit niedriger, als wenn man 1000 Euro aus versteuertem Geld bezahlt. Dazu ist (beim Midijob) das SB kranken- und rentenversichert.
Als Unternehmer weiß man das vielleicht nicht. Aber man sollte es rechnen können.
Es ist m.E. trotzdem eine schlechte Idee, aus den vorher genannten Gründen. Anders vielleicht, wenn das SB sich tatsächlich auch im Unternehmen nützlich machen kann (und das zu klein für Kündigungsschutz ist).
Für 137 Euro im Monat hälst du in deiner Firma einen Arbeitsplatz vor, zahlst die Verwaltung (Personalakte, Anmeldung, Überweisungen), instruierst deine Mitarbeiter (wäre ja blöd, wenn die Krankenkasse eine Rückfrage hat und niemand in deiner Firma kennt die).
Abgesehen davon, weiß zunächst deine Personalabteilung, dass es in dieser Firma nicht notwendig ist zu arbeiten, um Geld zu bekommen. Bald wissen es alle. Allein der Motivationsverlust wird für dich weit teurer sein, als 137 Euro.
Das ist etwas, was in der KI funktioniert, in der Realität nicht.