Ich finde es interessant, dass du das Thema aus der Sicht eines SBs hinterfragst.
Für mich ist Mentoring kein einseitiger "Vortrag" von Lebensweisheiten - da gebe ich Playtime absolut recht, das Ego sollte man im Griff haben.
Wenn ich versuche zu helfen, nehme ich mir erstmal Zeit, um überhaupt zuzuhören. Ich will verstehen: Wo kommt sie her, was hat sie studiert, welche Jobs hat sie gemacht, usw. Erst wenn ich den Menschen verstehen, kann ich vielleicht helfen und Türen öffnen.
Konkret sehe ich da mehrere Ebenen:
- Das Netzwerk: Wenn ich sehe, dass ein SB beruflich feststeckt, biete Kontakte oder Türen an, die sonst verschlossen blieben.
- Die "strukturelle Hilfe": Wie in meinem Beispiel mit meinem SB aus Paris. Hilfe dabei, Finanzen so in den Griff zu bekommen, dass sie langfristig unabhängig vom Sugar wird. So sehe ich zumindest diese Ebene.
- Der Lifestyle: Zugang zu Welten, Events, etc., die man sich allein nicht leisten kann oder will (Reisen, Events, besondere Erlebnisse).
Medima99 meint, wir spielen nicht in der "Liga", in der man Frauen wirklich weiterbringen kann. Da muss ich widersprechen. Man muss kein Milliardär sein, um einer jungen Frau durch Kontakte oder Erfahrung einen massiven Vorsprung im Leben zu verschaffen.
Das Problem ist oft nicht die "Liga" des SD, sondern die Bereitschaft des SBs, dieses Angebot auch anzunehmen. Viele wollen eben nur die finanzielle Erleichterung (was völlig legitim ist), aber dann sollte man das Kind beim Namen nennen und nicht von einer "besonderen Verbindung/Beziehung" sprechen.
Für mich ist Mentoring dann erfolgreich, wenn das SB nach unserer gemeinsamen Zeit ein besseres, stabileres Leben führt als vorher - und nicht nur ein paar teure Handtaschen mehr im Schrank hat.