Es ist immer wieder spannend, den Dunning.-Krüger-Effekt live beobachten zu können. Und gleichzeitig den von Politikwissenschaftlern beschriebenen Effekt, dass Menschen, die sonst vernunftbegabt sind, wissen oder wenigstens ahnen (müssen), dass die in ihrer Bubble verbreiteten Informationen Unsinn sind; sie dienen ihnen aber der Identitätsfindung und schaffen ein Gemeinschaftsgefühl.
Es war eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern, die eine neue Eiszeit vorhergesagt hatten. Die Mehrheit hat schon damals eine Erderwärmung prognostiziert. Nur zwischen den 40er und 70er Jahren gab es tatsächlich eine Abkühlung - die war aber viel geringer als die seither zu messende Erwärmung. "Populär" war diese Eiszeittheorie nicht in der Wissenschaft, sondern unter Bildzeitungslesern, denn die haben da (ich meine, mehrfach) groß mit aufgemacht. Aber es ist ja bekannt, dass dort nur die höchsten journalistischen Standards gelten und man keineswegs leicht abseitige Theorien für ein bisschen Auflage als wissenschaftliche Erkenntnisse verkaufen würden...
Es ist auch großartig, wie Du direkt im Anschluss daran, dass Du Daten für invalide hältst, weil man früher nur ungenaue Messtechnik hatte, Dich an über 50 Jahre alten Theorien hochziehst, die auf bis zu 100 Jahre alten Messungen basierten.
Letztlich wissen wir aber: Die Theorie war falsch. Die Modelle waren falsch. Es ist keine Eiszeit eingetreten.
Wie sehr die Desinformations-Lüge vom Klima-Hoax nur darauf ausgerichtet ist, westliche Gesellschaften zu destabilisieren, kann man übrigens auch schnell erfassen, wenn man sich überlegt, wie viel Migrationsdruck durch den Klimawandel entstehen wird.