Das Ding ist halt... Ich lasse mich auch nur mit SB's ein, die mich emotional packen. Und natürlich entwickeln sich da auch Gefühle. Ist auch schon bis hin zum verliebt sein gekommen. Dagegen kann und will ich mich auch gar nicht wehren. Letztlich suche ich ja Intensität.
Aber ich habe auch schon immer gesagt und lebe mit dieser Einstellung, dass ich als SD immer nur ein Gefährte auf Zeit sein kann.
Wir haben es mit meist jungen Frauen zu tun, die alle eine Motivation für das Sugardating haben. Sei es zur Traumabewältigung, der Selbstfindung, weil sie überdrüssig sind von unreifen Gleichaltrigen oder tatsächlich nur wegen dem Geld. Die Liste der möglichen Motivationen dürfte länger sein.
Aber sie sind eben auch jung und sie entwickeln sich rasend schnell weiter. Und sie haben ein eigenes Leben, in dem es ständig neue Eindrücke und Erlebnisse gibt. Und natürlich lassen sie sich auch darauf ein.
Da lernen sie irgendwann jemanden kennen, der ihr Freund sein kann. Da haben sie so sehr an Selbstbewusstsein gewonnen, dass es ohne den Mentor geht. Oder sie finden jemanden, mit dem sie eine richtige Beziehung führen können, weil er nicht 250 Kilometer weit weg wohnt.
Nach einer Zeit - egal ob Wochen, Monate oder Jahre - wird man nicht mehr gebraucht. Das ist das Los des Sugardaddys. Und es ist auch in Ordnung. Mir bleibt eine schönes Erinnerung und das Bewusstsein, für eine gewisse Zeit im Leben eines Menschen eine ziemlich wichtige Rolle gespielt zu haben.
Meine letztes richtiges Sugarbabe war eher eine F+. Das ging über fast 4 Jahre. Als ich sie kennen lernte, war sie extrem introvertiert mit großen sozialen Ängsten und ist im Leben nicht wirklich klar gekommen. Aber sie ist ein unglaublich lieber Mensch. Ich konnte sie ermuntern, eine Ausbildung anzutreten, konnte ihren Selbstwert extrem steigern, sie hat Freunde gefunden und Anschluss in ihrer neuen Klasse. Sogar gegen die Eltern konnte sie sich immer häufiger durchsetzen (die übrigens von mir wussten). In verschiedenen Urlauben konnte ich ihr ein wenig von der Welt zeigen.
In verschiedenen Praktika ist sie aufgetaut und hat ihren Wert kennen gelernt.
Jetzt hat sie seit 2 Monaten einen Freund. Bin ich traurig? Natürlich. Sehr sogar. Und gleichzeitig glücklich, dass ich so einen Anteil an ihrer Entwicklung haben konnte. So wird die Trennung quasi zum Erfolgserlebnis. Wir bleiben ja befreundet.
Und solche Geschichten habe ich schon einige Male erlebt.