Es ist relativ simpel. Es gibt die, die einmal oder zweimal kommen. Die zahlen dann oft auch mehr. Und es gibt die, die immer wieder kommen, die zahlen dann meist weniger.
Anders ausgedrückt: Einmal 500 Euro im Monat, können sich viele leisten. Einmal pro Woche 300 Euro, schon nicht mehr so viele.
Die Summen und die Umstände, die du schilderst („3 mal getroffen“, „war nur auf Geschäftsreise da“) entspricht meine Erfahrungen. Du bist mit deinen Erlebnissen exakt in der Norm (des Normalen) beim Sugardating.
Wenn du pro Date 500 oder mehr haben willst, wirst du höchstwahrscheinlich immer wieder jemand Neues treffen müssen.
Und wie schon an andere Stelle geschrieben. Der Preis wird vom Markt gemacht. Der Preis pro Date war mal 200 (2018) stieg in und vor Corona auf 400 und fällt derzeit wieder auf 300. (Durchschnittswerte in meiner Region für regelmäßige Treffen). Die Rezession ist sowohl bei den SDs als auch bei den SBs angekommen. Die einen haben nicht mehr so viel Geld und die andere brauchen dringender Geld.
Du kannst auch aus dem Markt aussteigen. „Ist mir zu wenig, mache ich nicht mehr“. Demgegenüber steigen auch SDs aus dem Markt aus. „Ist mir zu viel, mache ich nicht mehr.“
So nüchtern und desillusionierend es klingt, aber so funktioniert es. Persönliche Befindlichkeiten spielen da keine Rolle. Für mich war es am Anfang schwierig, überhaupt etwas zu bezahlen. Das nagte durchaus am Selbstwertgefühl. Aber das interessiert den andere Seite genauso wenig, wie „ich bin mir mehr wert“ bei den SBs.
Und, Sophia, du kannst ja alternativ im Supermarkt an der Kasse arbeiten. Aus dieser Perspektive sind dann 300 Euro wieder viel Geld.