Hier gab es mal die Frage nach der Trefferquote bei MSD. Diese lag bei 1 Treffer auf 100 Versuche. Wenn die liebe Studentin als 500 statt 200 Euro will, wird nur derjenige ablehnen, der eh kein Geld hat. Hier muss die Dame nur hart bleiben.
Pardon, da bin ich doch etwas missverstanden worden.
Der zitierte Text lautet vollständig:
Zitat
Im Buch Sugardating (ich muss mal ein wenig Schleichwerbung machen...
) habe ich folgende Daumenregel genannt, die auch heute noch so halbwegs zutreffen dürfte:
- Du schaltest 100 Profile frei
- 30 reagieren auf Dein Anschreiben
- bei 10 klappt es dann zu einem Kennenlerntreffen
- 3 kommen zu dir nach Hause
- 1 bleibt Dir auf länger.
Zunächst einmal: diese Zahlen gelten für echtes Sugardating. Auf MSD sind ja auch etliche Professionelle unterwegs, und auch viele Männer, die exakt solche suchen. Da sind die Erfolgsquoten selbstverständlich deutlich höher.
Spielen wir die Zahlen anhand der "Studentin, die 500,- will" mal durch: Von den 30, die auf ein Anschreiben reagieren, kommt es bei 20 nicht zu einem Kennenlerntreffen. Grob geschätzt bei der Hälfte davon, weil die Studentin schon vorher ihre Preisvorstellungen kommuniziert, bei der anderen Hälfte aus anderen Gründen.
Erfahrene Sugardaddys dürften in 90% der Fälle schon deswegen Abstand nehmen, weil es eben auch in 90% der Fälle keine echten Sugarbabes, sondern (Gelegenheits-) Prostituierte sind, die schon vor einem Kennenlerntreffen über Geld reden wollen.
Das heißt jetzt nicht, dass diese Studentin nicht ihre 500,- Euro bekommen kann. 500,- Euro sind für Escort-Ladys ein durchschnittlicher Preis, wenn ihre Aussehen das zumindest halbwegs hergibt, dann wird sie ihre Interessenten finden. Solche, die exakt das suchen. (Und das soll jetzt auch auf keinen Fall irgendwie moralisch verurteilt werden oder so - Sexarbeit ist ein legitimer Broterwerb, auch für Studentinnen. Aber es gibt halt doch etliche Frauen, die nicht "in diese Schublade" wollen. Auch das ist legitim)
Von den 10, bei denen es zu einem Kennenlerntreffen kommt, geht es bei etwa 7 dann nicht weiter. Das kann natürlich auch an den finanziellen Vorstellungen des Sugarbabes liegen. Das kann auch daran liegen, das man sich nicht sympathisch ist. Oder die Hübsche halt doch nicht ganz so hübsch ist. Oder was auch immer. Oft habe ich ein solches Kennenlerntreffen schon ganz charmant zuende gebracht, ohne die Themengebiete "Sex und Geld" anzuschneiden. Weil eben schon vorher klar war, dass es ohnehin nicht dazu kommen wird. Aber es gab selbstverständlich auch die Fälle, bei denen man sich nicht einig wurde.
In solchen Fällen muss die Hübsche noch nicht mal "hart" bleiben: Wenn die Vorstellungen bei 500,- und 200,- liegen, dann fange ich gar nicht erst mit Verhandeln an, weil das sinnlos ist. Selbst wenn wir uns in der Mitte treffen würden, wäre das für sie zu wenig und für mich zu viel. Sie würde immer unzufrieden bleiben. Selbst wenn sie aus einer finanziellen Notlage heraus auf meine 200,- eingehen würde, würde sie später entweder immer mal wieder versuchen, nachzuverhandeln, oder parallel weitersuchen und dann wechseln. Oder beides.
Bei 300,- und 200,- kann man sich auf 250,- treffen. Wenn das weiter auseinander liegt, sollte man feststellen, dass es nicht passt und das gedanklich abschließen. Man selbst wird eine andere finden, die günstiger ist, sie wird auch Alternativen finden, möglicherweise solche, die nicht erst ins Restaurant, sondern gleich ins Hotel wollen.
Und selbstverständlich gibt es auch echte Sugardaddys, die insgesamt großzügiger sind. In einigen ganz wenigen Fällen auch, die ganz erheblich großzügiger sind. Möglich ist das, so wie auch der Jackpot im Lotto möglich ist.
Und dann gibt die zwei von drei Fällen, in denen nichts Langfristiges daraus wird. Meistens dann, wenn es auf der persönlichen Ebene doch nicht so passt. Was auch daran liegen kann, dass das Sugarbabe eher nach Preis denn nach Sympathie entschieden hat. Was der Sugardaddy dann meist auch irgendwann spürt. Und dann gibt es noch die paar Fälle, in denen das Sugarbabe immer mal wieder nachverhandeln möchte. So etwas ist ein böser Stimmungskiller, der Sugardaddy wird fast immer Konsequenzen ziehen, auch wenn er manchmal noch abwarten wird, bis die Alternative da ist.
Aus Sicht der Frauen steht am Anfang die Entscheidung, ob sie sich eher als (Gelegenheits-) Prostituierte sehen oder eher als echtes Sugarbabe. Prostituierte haben "ihren Preis", und der ist gesetzt, beim Discounter kann man über die Flasche Cola auch nicht verhandeln.
Bei einem echten Sugarbabe steht nicht das Geld, sondern die Sympathie im Vordergrund. Das schließt nicht aus, dass es bei mehreren Kandidaten von der Sympathie her reichen würde, und sie dann den wählt, der am großzügigsten ist. Aber das maßgebliche Kriterium ist erst mal nicht die Höhe der finanziellen Zuwendung.