Beiträge von DerMannderkann

    Mal was anderes... Ich habe letzten Monat Gehälter überwiesen und dummerweise bei einer Mitarbeiterin ein altes Konto von ihr angegeben. Gemerkt haben wir das dann, weil bei ihr das Gehalt nicht auf dem Konto war.

    Ich also die Bank kontaktiert und etwas (für mich) erstaunliches erfahren.

    Die alte IBAN wurde wieder verwendet für eine andere Person. Die Bank hat keinerlei Handhabe, das Geld zurückzuholen. Das wäre bei einer beleghaften Überweisung was anderes aber bei einer Onlineüberweisung können die das nicht zurück holen.

    Was ich durch mehrfaches Nachfragen erreicht habe war, dass die Bank den Zahlungsempfänger anschreibt (weil die mir selbstverständlich die Daten nicht geben dürfen) und ihn/sie bitten, das Geld zurück zu überweisen. Da bin ich aber auf den Gutwill des Kontoinhabers angewiesen.

    Und jetzt zwei erstaunliche Dinge:

    1. Wenn dir Rücküberweisung nicht erfolgt, gibt mir die Bank doch die Kontaktdaten. Damit ich auf dem zivilen Klageweg die Möglichkeit habe, zu versuchen das Geld wieder zu bekommen.

    2. Kriege ich das Geld nicht wieder, wird das beim Steuerberater als Verlust gebucht.


    Heißt für mich, wenn ich Geld aus der Firma ziehen will, das ich nicht versteuern mag, suche ich mir einfach jemanden, dessen Konto ich "aus Versehen" beglücke und gebe beim Steuerberater an, ich habe einen Fehler gemacht.


    Da kann doch was nicht stimmen. Ist Schwarzgeld machen wirklich so einfach?

    Aber die heute 15-30 jährigen wurden doch von der Genration der heutigen 45-65 jährigen erzogen.. Was habt ihr falsch gemacht?8o

    Ich denke, es liegt immer daran, wie die erziehende Generation aufgewachsen ist und was sie erlebt haben.
    Für die Kriegsgeneration war es wichtig, dass die Kinder immer was zum Essen auf dem Tisch haben und dass sie einen ordentlichen Beruf erlernen, damit sie später ihre Familie gut versorgen können. Das soziale Leben war damals auch mehr vorbestimmt. Natürlich war es eher normal, mit Anfang 20 zu heiraten und häufig hat man die gesellschaftliche Schicht und damit die Art der Ausbildung und die Wahl des Berufes des Vaters übernommen und war auch zufrieden damit. Es war ja auch ehrenhaft, als "ganz normaler Arbeiter" seine Brötchen zu verdienen.

    Die Kinder der nächsten Generation sollten "es besser haben". Heißt, da wurde häufig die Grundlage für eine bessere Bildung und Ausbildung gelegt. Genug zu Essen und ein ordentliches Dach über dem Kopf war relativ selbstverständlich.

    Danach ging es dann los mit der Selbstverwirklichung. Die Generation wurde dazu erzogen, relativ früh viele Freiheiten zu haben und auch mal die gesellschaftlichen Normen zu durchbrechen. So ziemlich jeder konnte sich aussuchen, welchen Bildungs- und Ausbildungsweg man wählt. So was wie ein soziales Jahr oder ein Jahr als Au Pair wurde ja schon fast zur Pflicht. Die Eltern haben da bereits versucht, alles Übel von den Kids fern zu halten und sei es eben eine Diskussion mit den Lehrern.

    Die aktuelle Generation denkt anscheinend, sie hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen und fühlen sich moralisch den älteren überlegen. Sie sind dermaßen sorglos aufgewachsen, dass sie gar keinen Bezug mehr dazu haben, was es bedeutet, seine Brötchen zu verdienen. Sowas wie Zukunftsplanung wird nicht gemacht, weil wir haben denen ja die Zukunft eh verbaut. Die Welt geht unter und so etwas wie ein Eigenheim werden die sich eh nie leisten können, also versucht man das erst gar nicht zu erreichen. Und wenn eh alles den Bach runter geht, nutzt man die Zeit eben, um möglichst viel zu erleben. Reisen, Party, TikTok Star werden.

    Bei der geschilderten Entwicklung ging die Verbindlichkeit anderen gegenüber immer weiter zurück. Das zeigt sich in den Jobs (Arbeitgeber sind ja grundsätzlich eher Feinde, die einen ausbeuten möchten), in Beziehungen (wenn ich mich jetzt festlege, versperre ich mich gegenüber denen, die ich morgen vielleicht kennen lerne) und auch der eigenen Planung der Zukunft (warum soll ich mich festlegen, wenn ich gar nicht weiß, was sich mir noch für Möglichkeiten bieten?).

    Und genau diese fehlende Verbindlichkeit ist das, was ich von den jungen Frauen immer wieder höre, was ihr an den Männern fehlt. Ich fand da den Kommentar von BabSa ganz hilfreich. Ich glaube, da ist sehr viel Wahres dran.

    Sicher ist das alles sehr verallgemeinernd. Und es gibt gaaaanz viele Ausnahmen. Tendenziell denke ich aber schon, dass es so ist.

    Aber ein anderer Aspekt: Schließlich profitieren wir ja auch davon. Mein Freundeskreis besteht hauptsächlich aus Mädels und die sind 20-40 Jahre jünger als ich. Fast alle sagen unisono, dass die heutigen Jungs in ihrem Alter unfassbar unreif sind und sie sich deswegen eher zu Älteren hingezogen fühlen. Und das gilt inzwischen für "Jungs" bis fast an die 40 ran.

    Als meine Eltern damals den ersten Urlaub ohne Kinder machten (da war ich 16), habe ich anstatt das Haus zu hüten, meine 80er geschnappt und bin nach Frankreich gefahren, um meinen Teenie Schwarm kennen zu lernen. Ich hatte keine Ahnung, wo die wohnt und kannte nicht mal ihren richtigen Namen.

    Letztlich waren es 3 Wochen pures Abenteuer und letztlich hat es mich das erste Mal alleine nach Paris verschlagen, wo ich sie dann auch tatsächlich gefunden hatte.


    Wenn ich dann so was wie mit der Walldorf Schule und ein paar Übernachtungen höre, lache ich mich kaputt. Nein, eigentlich verspüre ich tiefes Mitleid.

    Außerdem: Was bitte soll eine Interviewpartnerin, wenn sie allgemein über Sugardating schreiben will? Da kann doch nur ein sehr einseitiges Bild bei raus kommen, je nachdem wie die Interviewpartnerin drauf ist. Wir hier wissen, dass der geringste Anteil der Frauen auf MSD "echte" SB sind. Die Meisten sind neugierig oder auf schnellen Paysex aus.

    Um ernsthaft über das Thema schreiben zu können, wären da wohl schon ein paar mehr Interviews notwendig.

    Oder sie interviewt einen Sugardaddy. Wir haben ja in den meisten Fällen alle Facetten des Sugradatings kennen gelernt.

    Sorry, aber das könnt ihr weder den jungen Leuten , noch den Lehrern anlasten.

    Die Generation ist einfach viel zu behütet aufgewachsen. Letztlich ist das ein Problem der Eltern und des Zeitgeistes.

    Als ich ein Kind war musste ich zusehen, wie ich in die Schule gekommen bin und ich denke, den meisten von euch ging es genauso. Laufen, Fahrrad, Bus. Aber sicher nicht jeden Tag von Mama oder Papa mit dem Auto hingebracht.

    Vor allem Schlechten und Bösen wurden die jungen Menschen bewahrt. Gab es Stress in der Schule, sind die Eltern da hin oder haben sogar den Anwalt eingeschaltet. Die Lehrer wurden doch systematisch in den letzten Jahren ihrer Kompetenzen beraubt.

    Wenn ich damals nach Hause gekommen bin mit einem blauen Brief, wurde die Autorität des Lehrers nicht in Frage gestellt. Dann gab es eher noch einen Rüffel zu Hause.

    Diese Generation musste aufwachsen mit einer ungeheuerlichen Vielfalt an Technologie zur Kommunikation. Aber ihnen wurde weder Medienkompetenz noch Sozialverhalten und die Möglichkeit zur Konfliktlösung beigebracht.

    Ich hatte da mal einen Praktikanten, 21 Jahre, Student. der wollte ein Praktikum im redaktionellen Bereich machen. Ich gab ihm morgens um 9:00 Uhr die Aufgabe, eine Pressemitteilung zu schreiben. Eine DIN A4 Seite, genügend Hintergrundinformationen und Hinweise zur Recherche und ein ausführliches Briefing.
    Nachmittag um 15:00 Uhr fragte ich nach, wo denn die PM bleibt. Große Augen. Um 16:00 Uhr hing er heulend vor seinem Schreibtisch. Er käme mit dem Druck nicht klar. Im Studium haben die für sowas 3 Wochen Zeit. Der Hinweis, dass er als Journalist, was er als Berufsziel hatte, am Tag 3-4 von den Dingern schreiben muss und die auch noch direkt ins Layout zu setzen hat, brachte ihn an den Rand eines Burnouts.
    Zu meiner Zeit hatte so jemand bereits Jahre in der Schülerzeitung gearbeitet und hätte sowas aus dem Ärmel geschüttelt.

    In der Welt der aktuellen Generation gibt es nichts schlechtes. Ihnen wurde doch geradezu eingetrichtert, dass Selbstverwirklichung das höchste Gut ist. Leistung = Ausbeutung, Loyalität zum Arbeitgeber = Unterdrückung, sich reinknien = Selbstaufgabe.

    Aber wie gesagt; Selbst schuld daran sind sie nicht.

    Ich hatte folgendes gerade auf meiner Pinwand. Unfassbar, dass das jetzt sogar hier los geht...


    Genpatt32 Vor 43 Minuten

    Hallo, mein Name ist Patricia. Ich bin eine freundliche und fürsorgliche Frau. Ich suche eine ernsthafte Beziehung und habe Ihr Profil gesehen und es hat mir gefallen. Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen. Bitte antworten Sie an meine ID [genpathoro@gmail.com]. Ich habe Ihnen etwas

    Bedeutendes zu sagen,

    Mit freundlichen Grüßen,

    Patricia.

    • Antworten

    Es ist fast ein wenig verwunderlich, dass du zu dem Thema hier nichts gefunden hast. Gefühlt in jedem vierten Beitrag wird das immer mal wieder thematisiert.

    Der allgemeine Tenor dazu ist, dass Taschengeld für ein Kennenlernen ein NoGo ist. Eventuelle Fahrtkosten zu übernehmen, wenn es der eigenen Bequemlichkeit dient, geht noch in Ordnung.

    Und einige sind auch OK damit, im Anschluss an das Kennenlernen doch eine Kleinigkeit rüber zu schieben. Allerdings dann aus reiner Sympathie und ohne dass es dazu eine Vereinbarung gab.

    Früher hatte MSD mal die Option "Rinsing" als Kontaktwunsch anzugeben, wenn ich mich richtig erinnere. Als die das rausgenommen hatten, war das schon eine deutliche Verschlechterung des Portals, weil du plötzlich Mädels freigeschaltet hast, deren Angebot dich gar nicht interessiert.

    Ich verbringe kaum noch Zeit auf MSD. Einfach weil es keinen Spaß mehr macht und ein Zeitfresser geworden ist.
    Das war vor Corona anders. Da habe ich sicher eine Stunde täglich darauf verbracht, habe viele Profile freigeschaltet und habe mir darüber meine Freizeit organisiert.
    Jetzt ist mir das viel zu mühselig.
    Ich bin eigentlich nur noch auf MSD um zu schauen, ob es mal wieder eine Entwicklung in die richtige Richtung gibt. Dann bin ich auch wieder dabei.

    Ich denke, dass die ganzen Sachen von Oral bis Analverkehr heute zum Portfolio in Sachen Sex gehört. Selbst, wenn man das eine oder andere nicht mag.
    Ein Fetisch fängt für mich da an, wo man ohne diesen Fetisch nicht erregt wird.
    Ich mag zum Beispiel ein Machtgefälle, BDSM und auch wirklich harte Sachen.
    Ich brauche es aber nicht. Ich finde Erfüllung auch beim Kuscheln oder Blümchensex.
    Deswegen würde ich mich selbst auch nicht als Dom bezeichnen oder ordne mir auch keinen echten Fetisch zu.

    Also ich muss sagen, dass mir die Dame durch ihre Bitte extremst (!) sympathisch geworden wäre. Weniger wegen dem Essen aber wegen ihrer Bescheidenheit hätte ich sie sofort kennen lernen wollen. Und nicht etwa, wie manche denken werden, weil ich da ein Schnäppchen SB vermute, sondern weil sie eben wirklich nur das aufgerufen hat, was sie gegenrechnen würde. Sie hätte ja genau so gut 200,00 Euro aufrufen können.
    Einer Frau, die so bodenständig ist, kann man ständig ein Lächeln auf die Lippen bringen, weil sie auch Kleinigkeiten zu schätzen weiß. Contra: du schenkst ihr eine teure Tasche und sie motzt rum, dass es nur eine LV Tasche ist. Gibt's ja auch.
    Und der Dame hätte ich vermutlich mit große Freude für das Kennenlerndate dann einen Hunni zugesteckt. Einfach, weil ich mir sicher sein könnte, dass sie das wirklich freut und sie das wertschätzt.

    Die Sache beim Kennenlernen ist doch eigentlich klar. Die Herren wollen nicht dafür bezahlen, was ich voll okay finde.

    Aber umgekehrt wollen wir als SB auch nicht "nur" für ein Essen 4 Stunden mit jemandem abhängen.

    Ein Escort würde diese Zeit so wie ich das verstehe ja sogar abrechnen. Daher denke ich bekommen wir als SB bestimmt auch das Verständnis dafür nicht ewig für ein Essen Gesellschaft zu teilen.

    Ich weiß, das mag vielleicht etwas arrogant klingen, aber irgendwo muss man die Grenze ziehen.

    Komisch. Ich verstehe das Problem nicht.
    Wenn ich jemanden treffe, um zu schauen, ob man sich aufeinander einlassen will, hat das häufig mehr als 2 oder 4 Stunden gedauert. Einfach, weil es eine schöne Zeit war, die man gemeinsam verbracht hat und die auch genutzt hat, um möglichst viele Facetten beim Gegenüber kennen zu lernen.
    Das, was die Sache vermutlich abgrenzt ist, dass ich NIEMALS eine Erwartungshaltung an die Dauer eines solchen Treffens hatte und habe. Beide machen das freiwillig. Beide können gehen oder bleiben, ganz wie es die Stimmung hergibt.
    Die Kennenlerntreffen, die länger gedauert haben, führten in den allermeisten Fällen zu einer sehr harmonischen und inspirierenden Zeit in den folgenden Wochen und Monaten.
    Was mich jedoch wirklich abtörnen würde ist, wenn ich das Gefühl vermittelt bekomme, die Dame würde es als Zeitverschwendung sehen, weil es kein Geld für das Kennenlernen gibt.
    Dann ist es ein Geschäftsmodell und damit nicht das, was ich suche.