Beiträge von Novellist

    Was die finanziellen Erwartungen als Autor betrifft, würde ich die Messlatte nicht allzu hoch legen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Für eine öffentliche Lesung bekommt man mit etwas Glück mal 500 €, auch wenn dann vielleicht gerade 10 oder 15 Leute im Publikum sitzen. Mit den eigentlichen Autorenhonoraren wird man in den allermeisten Fällen nicht reich. Da muss man schon sehr sehr viele Bücher verkaufen, damit sich das finanziell bemerkbar macht.


    Trappatoni

    Was mich allerdings neugierig macht: Warum die 90% erfunden? Oder sind es, wie du anschließend andeutest, doch eher 90% Wahrheit? Nach so vielen Jahren in der Szene dürfte es doch eigentlich genügend Stoff für mehrere Bücher geben.


    Deine Bemerkung über den Umzug aus der SD-Szene kann ich übrigens zunehmend nachvollziehen, wenn auch aus anderen Gründen. Wenn man außerhalb von MSD auch jüngere Frauen kennenlernt, fragt man sich schon, ob sich der ganze Aufwand überhaupt noch lohnt. Der ROI ist jedenfalls für mich ziemlich bescheiden.

    Nachtrag: Die Nacht, die bis in die Türverkleidung nachwirkte...

    😂


    Eine kleine Anekdote zum letzten Abenteuer mit Flavie und ihren Mädels.


    Falvies Schwester hatte an jenem Tag offenbar nichts gegessen, dafür im Club aber jede Menge Wodka-Redbull getrunken.


    Irgendwann auf der Heimfahrt, als ich gerade Jess nach Hause fahren wollte, meldet sich vom Rücksitz eine etwas besorgniserregende Stimme:


    "Du, mir geht's nicht gut. Ich glaub', ich muss kotzen."


    Nun befand ich mich gerade an einer Stelle, an der ich nicht einfach anhalten konnte. Also nahm ich den Fuß vom Gas, während Jess ihr mit bewunderswertem Pragmatismus die Lösung präsentierte:


    "Mach einfach das Fenster auf!"


    Gesagt, getan.


    Was dann folgte, werde ich so schnell nicht vergessen.


    Im Rückspiegel sah ich Flavies Schwester, wie sie ihren Kopf aus dem Fenster hielt und minutenlang die nächtliche Straße mit dem Inhalt ihres Magens beglückte.


    Ich fuhr weiter und konnte nur hoffen, dass diese außergewöhnliche Form der Straßenbewässerung bald ein Ende finden würde.


    Heute habe ich mein Auto zur Reinigung gebracht und gedacht, damit sei die Sache erledigt.


    Als ich es wieder abholen wollte, erklärte mir der Mitarbeiter mit ernster Miene und schweißgebadeter Stirn, dass sie leider nicht alles hätten entfernen können.


    "Wissen Sie, wir konnten nicht alles reinigen."


    Die Kotze war durch das offene Fenster bis ins innere der Türverkleidung gelaufen...


    Ich musste dermaßen lachen, weil ich sofort wieder dieses Bild im Rückspiegel vor Augen hatte. 😂 😂


    Jess' pragmatischer Vorschlag, einfach das Fenster zu öffnen, Fannys Schwester, die minutenlang majestätisch in die Nacht "strahlt", und ich am Steuer, der nur noch versucht, die Mädels sicher nach Hause zu bringen.


    Langsam überlege ich ernsthaft, ob ich mir für die Ausflüge mit den Mädels nicht noch ein zusätzliches "Party-Auto" mit abwaschbaren Innenraum und vielleicht einem eingebauten Hochdruckreiniger anschaffen sollte.


    Oh wow... das sind aber viele Infos! Du hast die Messlatte ziemlich hoch gelegt. 😂 Das ist ja eine halbe Doktorarbeit!


    Interessant finde ich vor allem die Frage, wie viele Kontakte tatsächlich zu einem Treffen führen und was anschließend daraus wird. Denn nicht jedes Treffen, aus dem keine längerfristige Sugarbeziehung entsteht, ist zwangsläufig ein Misserfolg.


    Ich werde mal schauen, was sich noch einigermaßen rekonstruieren lässt.


    Ob ich als SD allerdings wirklich repräsentativ bin, wage ich zu bezweifeln. Einerseits lerne ich auch außerhalb von MSD deutlich jüngere Frauen kennen und führe durchaus ganz normale Beziehungen mit ihnen, in denen kein "Sugar" fließt, wie beispielsweise mit D. im Frühjahr oder mit F. seit etwa drei Monaten.


    Andererseits bin ich definitiv nicht der Typ SD, der seinem SB monatliche 4 oder 5k Unterstützung zukommen lässt. Solche Summen halte ich persönlich für vollkommen unverhältnismäßig. Selbst meine älteste Tochter brauchte während ihres Auslandsstudiums keine 4k im Monat! 😂


    Insofern bin ich vermutlich kein besonders repräsentatives Exemplar eines klassischen SD.


    Aber ich krame mal in meinen Daten. Erwarte keine Habilitationsschrift! 😉

    Mich würde es auch ziemlich stark interessieren, selbst aus SD Sicht.

    Aber ich habe die leise Befürchtung, die wenigsten finden solche Statistiken genauso geil. Zumal die Auswertung der Nachrichten doch etwas länger als erwartet gedauert hat und man eigentlich auch keinen großen Mehrwert davon hat bzw ich nicht wüsste wie man das zur Optimierung nutzen könnte ^.^"


    CherrySeeds

    Welche Zahlen aus SD-Sicht fändest du interessant?

    Also beispielsweise die Anzahl der angeschriebenen Frauen, wie viele Gespräche zu einem Treffen geführt haben, wie oft finanzielle Fragen bereits in den ersten Nachrichten angesprochen werden oder wie häufig der Kontakt plötzlich abbricht?

    Oder gibt es ganz andere Aspekte, die dich besonders interessieren würden?

    Vielleicht nehme ich mir mal die Zeit für eine kleine Statistik aus der anderen Seite.

    Von verpatzten Clubtüren, fliegenden Fäusten und der leisen Magie im Wäschekorb


    Die Vornamen der beteiligten Personen wurden geändert.


    Die Kulisse: Samstagabend. Wer meine Anekdote gelesen hat, erinnert sich vielleicht: Ich hatte mich tags zuvor noch darüber beklagt, wie mich die überschäumende Energie einer temperamentvollen Frau nach wenigen Stunden vollkommen erschöpft zurückließ.


    Und was mache ich am nächsten Abend? Ich ziehe mit Flavie und ihren Mädels auf ein französisches Rap-Konzert. Manchmal muss man über die eigenen Widersprüche einfach selbst schmunzeln. 😉


    Gegen 23 Uhr hole ich zuerst Flavie und ihre Freundin Jess ab. Anschließend fahren wir gemeinsam weiter, um Flavies Schwester einzusammeln. Die Schwester hat ein kleines Kind, bringt es noch zur Großmutter und freut sich sichtlich, mal wieder auszugehen. Die Mädels haben sich richtig herausgeputzt – teilweise in erstaunlich kurzen Röcken. Ich selbst bin auf Flavies ausdrücklichen Wunsch hin sehr elegant gekleidet.


    Flavie nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt mir im Auto beiläufig aus ihrer Familiengeschichte: von vielen Geschwistern, verschiedenen Väter-Konstellationen und Ärger mit der Polizei. Man sitzt daneben und blickt auf eine völlig andere Realität als die eigene.


    Die Abweisung und das Weihnachtsbaum-Fahrrad


    Vor dem ersten Club stehen wir in der eisigen Nacht. Die Frauen frieren in ihren schicken Outfits, die Jungs in der Schlange tragen T-Shirts und Schluffi-Hosen.


    Und dann passiert es: Mit 55 Jahren werde ich zum ersten Mal in meinem Leben an einer Clubtür abgewiesen! Kein Stammgast, keine Reservierung, keine Chance. Ein herrlich amüsanter Dämpfer für das eigene Ego. 😂


    Also Plan B: Ein anderer Club. Doch vorher muss Jess sich umziehen und ihr Elektrofahrrad bei Flavie abholen. Es folgt eine nächtliche Komödie: Ein gefühlt 30 Kilo schweres Monster von einem E-Bike, das einfach nicht in meinen Kofferraum passen will, während in der Dunkelheit ständig die bunten Lichter am Lenker aufleuchten. Stellt euch einen 55-Jährigen vor, der nachts versucht, ein leuchtendes Schwergewicht ins Auto zu zwängen. Das Rap-Konzert war damit zwar Geschichte, aber die Nacht lief längst nach eigenen Regeln.


    Die zwei Welten in der Stadt


    Bevor wir im Club landen, steht noch ein Stopp an, um etwas zum Rauchen zu besorgen. Wir warten vor riesigen Wohnblöcken – graue Betonklötze ohne Balkon oder Grün. Ich passe optisch null in diese Kulisse. Doch ich spüre keinen Unmut, sondern schlicht die Faszination für diesen gewaltigen sozialen Kontrast zu meinem eigenen Umfeld.


    Um drei Uhr morgens schließlich der Club. Wodka-Red-Bull, unruhige Blicke und Flavies kleiner Besitzanspruch. Später treffen wir im Club auch noch Noémie, die Schwester von Jess. Als mich eine Frau im Club etwas länger ansieht, gibt es von Flavie sofort die gewohnte Eifersuchtsszene. Ich habe nur gelächelt, aber sie stellt klar: Der gehört zu mir. 😂


    Das Drama vor der Galeria


    Um fünf Uhr morgens spuckt der Club die Menschenmasse auf die Straße. Vor den Schaufenstern der Galeries trifft Flavies Schwester auf eine Frau, mit der sie noch eine alte Rechnung offen hat. Innerhalb von Sekunden bricht das Chaos aus: Verbaler Streit, dann fliegen richtig die Fäuste, Kleider und Schmuck reißen.


    Während Diebe in der Aufregung die Sachen der Mädels ins Visier nehmen, stehe ich zehn Meter abseits. Ich kenne solche aufgeladenen Situationen. Ich verfalle weder in Panik noch spiele ich den Helden. Ich schätze die Lage ein, spreche die Security an und telefoniere mit der Polizei.


    Flavies Handy verschwindet in dem Getümmel kurzzeitig ebenfalls, taucht durch ihre Kontakte auf der Straße aber glücklicherweise wieder auf. Das Handy ihrer Schwester und deren Handtasche bleiben allerdings spurlos verschwunden.


    Was folgt, ist das Chaos danach: Flavies Schwester völlig aufgelöst und unter Tränen wegen ihres verlorenen Handys und des Schlüssels. Jess kümmert sich sehr liebevoll um sie und versucht zu trösten. Und schließlich die Aktion im Auto, um sechs Uhr morgens die Bankkarten zu sperren – was gar nicht so einfach ist, wenn die Betroffene vor lauter Schock nicht einmal mehr den Namen ihrer Bank weiß.


    Sperre für die eigene Nummer


    Schon auf der Fahrt nach dem Club, als wir Flavies Schwester bei sich abgeliefert hatten und mit Flavie auf dem Weg zu mir waren, klingelte ständig mein Handy. Flavies Schwester versuchte verzweifelt anzurufen (sie hatte Flavies Handy mitgenommen).


    Irgendwann war Flavie genervt von dem Dauerklingeln. Was macht sie? Sie nimmt mein Handy und blockiert kurzerhand die Anrufernummer – also ihre eigene Telefonnummer! Ich musste herzlich lachen. Typisch Flavie: Wenn sie etwas stört, sucht sie die schnellste, unkomplizierteste Lösung. Problem gelöst. (Später habe ich die Sperre natürlich wieder aufgehoben und der Schwester geschrieben, dass alles in Ordnung ist).


    Die Schlafszene und der Wäschekorb


    Als wir gegen zehn Uhr morgens endlich bei mir ankommen, sind wir seit elf Stunden auf den Beinen. Flavie zieht sich ein langes weißes Shirt von mir an, später gebe ich ihr noch eine meiner Jogginghosen.


    Und genau in diesem Moment geschieht die für mich stärkste Szene der ganzen Nacht:


    Sie nimmt ihre schicken Clubkleider – den kurzen Faltenrock, das enge Top, die Strumpfhose – und legt sie ganz bewusst in meinen Wäschekorb. Dann sagt sie völlig selbstverständlich:


    „Ich lasse meine Sachen einfach hier.“


    Keine Frage. Keine Erklärung.


    Ich musste schmunzeln. Und ich habe mich darüber gefreut. Denn für mich bedeutete dieser kleine Satz vor allem eines: Sie würde wohl wiederkommen.


    Im Bett hantiert sie noch kurz mit ihren Lachgas-Ballons. Ich sage zu ihr: „Chouchou, du musst jetzt schlafen.“ Und dann passiert das Faszinierende: Keine Minute später schläft sie tief und fest ein. Wir schlafen knapp vier Stunden. Nach all der unermüdlichen Energie der Nacht liegt sie einfach da und schläft wie ein Stein.


    Am Nachmittag fahre ich sie zurück nach Hause. Und auch da musste ich wieder lachen: Am Abend zuvor hatte ich eine junge Frau im sexy Cluboutfit und Stiefeln abgeholt. Jetzt saß sie neben mir in meiner Jogginghose, meinem weißen Shirt – und einem Paar weißer Hotelslipper, die ich mir regelmäßig bei Aufenthalten in Luxushotels mitnehme. Die Stiefel wollte sie schlichtweg nicht mehr anziehen.


    Ihre eigenen Sachen lagen währenddessen bei mir im Wäschekorb.


    Mein Fazit:


    Vielleicht liegt genau hier der Unterschied zu meinem Abend mit Mélina: Bei Mélina war ich nach wenigen Stunden erschöpft von der Dauer-Bespaßung. Mit Flavie war ich 12 Stunden im absoluten Chaos unterwegs, habe kaum geschlafen – und fühlte mich emotional dennoch nicht überfordert. Weil man bei ihr keine Rolle spielen muss.


    Den Rapper haben wir übrigens nie gesehen. Aber das war vermutlich das Unwichtigste an dieser ganzen Nacht. 😂


    Na dann, Chouchou. Bis zum nächsten Mal. ❤️

    Ja, eine Latina ist schon ein besonderer Typ Frau.

    Ich hatte gestern mein 2. Treffen mit einer jungen Dame, die anscheinend und hoffentlich mein nächstes SB wird.

    Unfassbare Energie in allen Lebensbereichen, sehr straight auf ihrem beruflichen Weg aber dennoch sprunghaft. Sehr reife Ansichten und durchaus Weitblick und das mit 22...

    Mal sehen wie es sich entwickelt.

    Ja, Latinas sind schon was Besonderes. Ich hatte bereits mehrere Beziehungen mit Latinas, sowohl im Sugardating als auch außerhalb davon. Aber diese hier hat wirklich alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt!

    Unser erstes Date hat gefühlt nicht einmal drei Stunden gedauert. Aber ich war danach nicht einfach nur müde oder ein bisschen erschöpft. Ich war vollkommen fix und fertig! 😂


    Drücke dir jedenfalls fest die Daumen für dein neues SB. Klingt nach einer spannenden Mischung aus Zielstrebigkeit und Weitblick. Halte uns auf dem Laufenden, wie es sich entwickelt.

    Nach den vielen Diskussionen hier über Kontraste, Energie und Erwartungshaltungen, hier eine kleine Anekdote. Gestern hatte ich ein Date, das mir wieder einmal deutlich gezeigt hat, wo die feine Grenze zwischen Lebendigkeit und Überforderung verläuft...


    Zu viel des Guten... wenn Leidenschaft anstrengend wird.


    Ich mag Frauen mit starkem Charakter, mit Power, mit Leidenschaft… aber das war mir dann doch zu viel des Guten.


    Erstes Date mit einer hübschen Latina, die in einer Bar arbeitet. Angeblich sucht sie einen SD und hatte bereits zwei SDs in der Vergangenheit. Mittlerweile traue ich solchen Aussagen nicht mehr so richtig. Denn das habe ich schon öfters von anderen Frauen gehört oder gelesen, und schlussendlich hat sich herausgestellt, dass sie tatsächlich keine Ahnung von Sugardating haben.


    Wir trafen uns an ihrem Arbeitsplatz. Sie schrieb, dies wäre kein Problem, denn sie könne sich auch während der Arbeit ein bisschen Zeit freinehmen. Die Bar war nachmittags ziemlich leer. Ihr Chef war da, eine Kollegin von ihr, und kein Kunde weit und breit.


    Sie begrüsste mich mit einem grossen Lächeln. Man sah ihr ihre Begeisterung schon an. Wir setzten uns an einen Tisch, etwas weiter entfernt. Ich bestellte uns zwei Gläser Champagner. Witzig war, dass ihre Kollegin mich mehrmals anlächelte, während wir uns unterhielten. Irgendwann habe ich ihrer Kollegin auch etwas zu trinken spendiert. Bin ja nicht knauserig. 😂


    Sie erzählte mir, sie sei erst vor Kurzem hergezogen und habe früher u. a. in Italien und in der Schweiz gearbeitet. Sie habe eine Ausbildung in der Hotellerie abgeschlossen. Aber in Italien wären die Löhne eine Katastrophe. In der Schweiz hingegen konnte sie locker bis zu 2k pro Woche verdienen (mit dem Trinkgeld der Kunden). In der Schweiz habe sie auch einen SD gehabt, den sie ab und zu getroffen hab. Witzig fand ich ihre Erzählung, wie sie ihn einmal besucht und ihm unterm Bürotisch einen geblasen habe, während er in einem Videomeeting war.


    Faszinierend fand ich allerdings, dass sie sich selbst mehrere Fremdsprachen beigebracht hat, ohne jemals einen Sprachkurs besucht zu haben. Da sie Musik liebt, ging sie jeden Tag in ein Cybercafé und hat dort die Texte verschiedener Songs ausgedruckt und mit nach Hause genommen. Und so hat sie nach und nach Englisch, Französisch und Deutsch gelernt. Sie spricht zwar nicht fliessend, aber dennoch versteht man sie sehr gut.


    Während wir etwas tranken und uns unterhielten, habe ich gemerkt, wie sehr sie körperlich „sprach“: Sie lehnte sich immer mehr zu mir hin, nahm meine Hand, legte ihre Hand auf mein Bein oder ihren Kopf, während sie lachte, kurz auf meine Schulter.


    Irgendwann wurde mir „warm“, muss ich sagen. Irgendwie bekam sie es hin, mich zu erregen. Und so fragte ich sie, ob wir nicht woanders hingehen könnten. Und da bot sie etwas an, was ich gar nicht erwartet hatte. Sie sagte, wir könnten nach hinten gehen, dorthin, wo das Barpersonal seine Pausen macht. Da wären wir alleine. Ich stellte mir bildlich vor, wie das wäre, wenn ihr Chef oder ihre Kollegin dann reinkäme… 😂


    Wir unterhielten uns dort im „Pausenraum“ weiter. Die Stimmung war echt gut. Und dann wurde es unerwartet sehr, sehr heiss … Wir hatten beide Lust auf mehr als nur Reden. Sie sagte aber, wir dürften uns nicht ausziehen, denn es könnte ja jemand reinkommen und uns sehen. Wir hatten also Sex halb angezogen. 😂 Sie war so erregt (noch viel mehr als ich anscheinend), dass sie nach ein paar Minuten einen Orgasmus hatte und danach eine Pause brauchte. Ich war zwar erregt, aber die Situation, dass jederzeit jemand reinkommen könnte, war schon etwas komisch.


    Irgendwann drehte sich mir der Kopf. Zu viel Champagner. Zu viel Begeisterung ihrerseits. Ich mag zwar Südländerinnen, auch Latinas mag ich sehr. Aber ich fragte mich, ob sie nicht zu viel Energie für mich hat.


    Sie wollte, dass wir uns abends, wenn sie Feierabend hat, noch einmal treffen. Aber ich war ehrlich gesagt schon total erschöpft von diesem intensiven ersten Treffen, das total unerwartet verlaufen war.


    Die Anziehung scheint stark gewesen zu sein und wir haben uns körperlich gut verstanden. Aber begeistert hat mich viel weniger der spontane Sex mit ihr als ihre Geschichte mit dem Cybercafé. Dass sie Liedtexte ausgedruckt, übersetzt und dadurch selbstständig mehrere Sprachen gelernt hat. Ich finde, dahinter stecken Eigeninitiative, Neugier, Ausdauer und eine gewisse praktische Intelligenz. Sie hat sich einen eigenen Weg gesucht, etwas zu lernen, das sie für ihr Leben gebrauchen kann.


    Und dennoch…


    Ich schätze die Lebendigkeit jüngerer Frauen sehr. Gerade bei F. zum Beispiel fasziniert mich immer wieder ihre jugendliche Energie. Ich mag intensive Erlebnisse. Aber das bedeutet nicht, dass ich dauerhaft mit einem „Energiebündel“ zusammen sein möchte.


    Bei ihr war mir die Intensität einfach zu gross.


    Sie fand mich attraktiv, interessant, sympathisch und offenbar auch sexuell anziehend (sonst hätten wir keinen spontanen Sex im Pausenraum gehabt), wollte mich sofort wiedersehen, aber ich denke, sie hat vor allem auf ihren ersten Eindruck reagiert und auf das Bild, das sie sich von mir gemacht hat. Auf das, was ich in ihr ausgelöst habe, und weniger darauf, wie es mir selbst dabei ging.


    Sie hat nicht einmal gemerkt, dass ich irgendwann erschöpft war. Sie war regelrecht euphorisch.


    Ich mag leidenschaftliche Frauen, ungewöhnliche Persönlichkeiten, Spontaneität und dieses Gefühl, dass plötzlich etwas Aufregendes passiert. Aber bei ihr zeigte sich gestern die Grenze dieses Bedürfnisses.


    Ich möchte nicht ständig von einer Frau bewundert werden. Ich möchte auch einmal still sein dürfen. Ich möchte nicht, dass eine Frau nur begeistert von mir ist. Ich möchte auch, dass sie bemerkt, wenn ich müde bin, nachdenklich bin oder einen ruhigeren Moment brauche. Und ich will mich nicht die ganze Zeit auf ihre Energie einstellen müssen.


    Aus einem anfänglich schönen ersten Date wurde so allmählich eine Anstrengung.


    Und als ich endlich wieder allein im Auto sass, war ich ehrlich gesagt froh, einfach nur meine Ruhe zu haben.


    Und das Verrückte daran? Heute Abend treffe ich F. wieder. Wir gehen zusammen auf ein Rap-Konzert, und ich freue mich schon darauf. Vielleicht klingt das jetzt widersprüchlich. 😂 Naja, ein bisschen Selbstironie muss auch sein.


    Kann mir gerade den nächsten Kommentar vorstellen: "Du beschwerst dich über zu viel Energie bei der Latina von gestern und gehst am nächsten Abend mit F. auf ein Rap-Konzert? Dir ist wirklich nicht mehr zu helfen!" 😂


    "Arme Kirchenmaus" :D


    Genau dieses Bewusstsein hilft dir vielleicht dabei, nicht völlig abzuheben. Denn man gewöhnt sich extrem schnell an Luxus. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Wenn man es gewohnt ist, in reichen und wohlhabenden Kreisen unterwegs zu sein, sieht man vieles, was für normale Leute unerreichbar oder total verrückt erscheint, irgendwann als völlig selbstverständlich an.

    Wer weiß, wie es ist, "eine arme Kirchenmaus" zu sein, kann den Luxus und die Königsmomente mehr schätzen als jemand, für den das langweilige Selbstverständlichkeit ist.

    Durch mehrere Läden nach den richtigen Blumen zu schnuppern, nur weil dir der Duft wichtiger ist als die Optik, das ist wahre Hingabe!


    Und zum Thema neidische Blicke: Klar hat das seinen Reiz. ;) Aber viel schöner finde ich das Vertrauen ihrer Mädels. Mir geht es in solchen Momente nicht um "männliches Prestige", sondern um das Gefühl für einen Abend und eine Nacht in ihre Welt einzutauchen und für kurze Zeit dazuzugehören. Dass F. und ihre Mädels mich als Beschützer gegenüber aufdringlichen Männern eingesetzt haben, fand ich süß.

    Das ist ja sehr süss.:love:


    Ich werde langsam ein Fan von Deinen Geschichten.:) Wenn die alle so stimmen, dann hast Du echt ein sehr interessantes SD Leben (also SD und nicht-SD sogar), gefällt mir.

    Danke.


    Ja, die Geschichten stimmen tatsächlich alle. Das Leben schreibt manchmal die besten und verrücktesten Geschichten. Die muss ich mir gar nicht ausdenken.


    Ich schätze mich aber selbst als sehr glücklich ein. Ich durfte in den letzten Jahren unglaublich viele schöne, manchmal auch völlig verrückte Dinge erleben. Natürlich gab es auch Enttäuschungen, aber die positiven Erlebnisse überwiegen bei Weitem. Und ich hoffe, dass noch viele dazukommen.


    Die Drohung mit dem Langstreckenflug in der Economy Class ist herrlich. 😂 Könnte mir vorstellen, dass es inzwischen für dich schon fast eine Strafe sein kann.


    250 € für einen Strauß, der anschließend im Hotel bleibt, ist tatsächlich schade.


    Aber ich muss deinen SD da kurz in Schutz nehmen: Ein riesiger Blumenstrauß im Hotelzimmer ist nicht nur "Geld ausgeben". Es ist vielleicht auch ein Zeichen, dass er sich einfach sehr freut, dich zu sehen.


    Was ihre Freundinnen betrifft: F., von der ich hier erzähle, ist sehr vernünftig mit Geld und übertreibt es nie. Ich habe sie damals auch nicht über MSD kennengelernt, sondern ganz normal und ungezwungen im Club.


    Aber dein Punkt mit dem Freundeskreis erinnert mich gerade an ein Erlebnis, das mir bis heute noch ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert:


    Wir waren damals in ihrer Stadt unterwegs und sie hat zwei ihrer Freundinnen dazugeholt. Plötzlich ziehe ich mit den drei hübschen, jungen Frauen durch die Clubs, wo die Mädels gefühlt jeden Türsteher und DJ kennen. 😂 Wenn fremde Typen versucht haben, sie anzuquatschen, wurden die eiskalt abgeblitzt mit dem Spruch: "Nee, sorry, wir sind mit ihm hier unterwegs!" und haben sich grinsend bei mir eingehakt. Ich habe mich in diesem Moment köstlich amüsiert. Ich fühlte mich an dem Abend wie ein kleiner Pascha. 😂 Genau solche unbeschwerten Nächte mag ich besonders, weil sie mir noch lange in Erinnerung bleiben.


    Wenn du nach solchen Wochenenden wieder in deinen normalen Alltag zurückkehrst, wie empfindest du den Unterschied?


    0dile


    Uff... Chapeau für diese ehrlichen, unverblümten und fast schon schmerzhaft transparenten Zeilen.


    Dein Kommentar zeigt gut, wie nah Enttäuschung, Frust und die Suche nach etwas Echtem in der Sugar-Szene beieinanderliegen können. Und ehrlich gesagt erklärt dein Text auch, warum man manchmal erstmal eine Schutzmauer aufbaut.


    Schön, dass du nach all den Enttäuschungen, den "Gratis-Probefahrten" und dem Lehrgeld deinen Humor und die Hoffnung auf Menschen "mit Manieren und Schalk im Nacken" nicht verloren hast.


    Am Ende suchen wir vermutlich alle nach derselben Sache: Unverfälschte Momente, gegenseitigen Respekt und ein wenig Leichtigkeit, abseits der schlechten Erfahrungen, die leider auch dazugehören.


    Willkommen in der Runde. Schön, dass du da bist und dass du deine Erfahrungen hier so offen teilst.

    Ich glaube, wir meinen mit „junger Energie“ etwas Unterschiedliches. 😉


    Diese Art von Zappeligkeit, ständig am Handy, beim Essen nicht sitzen bleiben können und alle fünf Minuten etwas anderes wollen, brauche ich auch nicht unbedingt. Davon kann man tatsächlich eine Überdosis bekommen. 😂


    Ich meinte eher diese Neugier, Spontaneität und manchmal auch Begeisterungsfähigkeit. Heute noch keine Ahnung haben, was man am Wochenende macht, und morgen sitzt man plötzlich im Zug nach Paris. Sich über irgendeine Kleinigkeit wahnsinnig freuen. Eine völlig naive Frage stellen und fünf Minuten später einen Gedanken äußern, bei dem ich selbst erst einmal nachdenken muss.


    Das ist die Art von „junger Energie“, die ich meinte und mag.


    Interessante und ehrliche Einsicht!


    Du meinst "ein kleines Monster", weil er dich verwöhnt? Oder weil er deine Messlatte im Alltag unbewusst nach oben verschoben hat?

    Oder wie ist das zu verstehen? 😂


    Klar, der Kontrast zwischen der vierstelligen Restaurantrechnung und der Supermarkteinkauf ist eben enorm.


    Also den Blumenstrauß finde ich total süß. Mache ich auch gerne. Fast alle SBs freuen sich riesig darüber. Ich kenne nur eine, die mir mal ganz trocken sagte: "Was soll ich damit?" 😂


    Zum Freundeskreis: Ja, das ist mir auch zu Ohren gekommen. Ein SB hat mir mal erzählt, ihre Freundinnen wären eifersüchtig gewesen, als sie mich spontan nach etwas Budget gefragt hat, weil sie und ihre Mädels an dem Abend "so richtig die Sau rauslassen wollten" (also Alkohol, Party usw.) und ich ihr selbstverständlich etwas überwiesen habe. Aber der Dank dafür ist unbezahlbar. Ich bekomme das im Zehnfachen wieder zurück. :)

    GrandVoyager

    SingleMalt71


    Spannend, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Bei mir ist es ehrlich gesagt genau das Gegenteil: Ich liebe dieses absolute Energiebündel an F.


    Genau diese ungefilterte, wilde Seite an ihr und das Chaos drum herum holen mich dann komplett aus meinem Alltag heraus. Klar ist das nichts auf Dauer, aber zur Abwechslung genau der verrückte Rausch, den ich suche.


    Wenn ich mit F. ausgehe, ist das wie eine Fahrt ohne Anschnallgurt. 😂 extrem intensiv und fast schon elektrisierend.


    medima99

    Genauso ist es.

    Ungefiltertes Leben pur.

    Von Schlafwagen ist das meilenweit entfernt! 😂


    0dile

    Deinen Kommentar habe ich nicht verstanden. :)

    KeepSmiling


    Alltägliche und nicht-alltägliche Situationen mit den jungen Damen


    Wenn du blind wärst und ich dir F. beschreiben müsste, würde das so klingen:


    Stell dir eine 18-Jährige vor, die auch in einem französischen Street-Rap-Video auftauchen könnte. Sehr klein, zierlich und schmal gebaut, mit langen, glatten braunen Haaren, die ihr weit über die Schultern fallen. Ihr Gesicht hat weiche, junge Züge, eine kleine Nase, große dunkle Augen und sehr volle Lippen.


    Ihre Kleidung ist eine ziemlich verrückte Mischung. Ein sehr knappes Top, das ihre schmale Taille freilässt, dazu eine Adidas-Jogginghose, Gucci-Schuhe und eine Dior-Jacke. Luxus und Streetwear wild durcheinander. Und ihr Smartphone ist eigentlich immer irgendwo in ihrer Hand.


    Ihre Ausstrahlung hörst und riechst du wahrscheinlich, bevor du sie richtig wahrnimmst: Zigaretten, Wodka-Red-Bull und diese extreme, fast zappelige Jugendenergie.


    Aus den Autoboxen dröhnt französischer Trap. Tiefer Bass, den man im Sitz spürt. Sie schaut auf ihr Handy, snappt irgendetwas, redet, lacht, ist ständig in Bewegung. Im einen Moment provoziert sie auf der Straße lautstark die Polizei – einfach weil sie es lustig findet. Und ein paar Stunden später ist da plötzlich absolute Stille im Wagen. Sie liegt erschöpft im Beifahrersitz.


    Und vielleicht beschreibt gerade dieser Gegensatz F. besser als ihre Haarfarbe oder ihre Augen:

    Roher Bass, Streetwear, Snapchat, Zigaretten, Red Bull, Chaos, zarte Haut, süßer Rausch und dann plötzlich diese unvermutete, verletzliche Nähe.


    F. hört man, bevor man sie sieht.


    Interessant, was die beiden KIs aus derselben Beschreibung machen. 😄

    Die erste trifft F. erstaunlich gut. Die zweite trifft dafür die Atmosphäre fast perfekt.

    Wenn ich beide kombinieren könnte, wäre ich ziemlich nah dran. 😄

    KeepSmiling


    Ich mache mal mit M. weiter.


    Alltägliche und nicht-alltägliche Situationen mit den jungen Damen


    Stell dir vor, du hörst zuerst Klaviermusik. Sie sitzt gerade am Klavier und spielt ein Stück. In der Wohnung liegt ein besonderer Geruch von alten, gepflegten Möbeln. Der Geruch von altem Holz und Bienenwachs. Sie lebt in Paris in der Wohnung ihrer Großeltern, und dort stehen viele alte Möbel und Gegenstände, die schon seit Jahrzehnten zu dieser Wohnung gehören.

    Dazu kommt eine leichte blumige Note ihres Parfums und noch ganz schwach der Geruch der Zigarette, die sie gerade auf dem Balkon geraucht hat.

    Auf dem Boden vor dem Sofa liegen unsere Kleider. Ihr helles Kleid mit den kleinen schwarzen Punkten. Ihr großer Hut. Der Fächer, den sie heute benutzt hat, weil es so heiß draußen war.


    Und jetzt stell dir die junge Frau vor, die gerade am Klavier sitzt. Schlank, zierlich, mit einer schmalen Taille und einer feinen Silhouette. Ihr Gesicht ist schmal, leicht oval, mit sehr feinen und regelmäßigen Zügen. Besonders auffällig sind ihre großen, dunklen, leicht mandelförmigen Augen. Ihr Blick kann nämlich ziemlich intensiv sein, gleichzeitig aber auch weich und ein wenig verträumt wirken. Sie hat eine schmale, gerade Nase und volle, weich geformte Lippen.

    Ihr braunes Haar reicht ungefähr bis zu den Schultern. Manchmal trägt sie es offen, manchmal nach hinten gebunden. Ihr Stil ist insgesamt eher klassisch und zurückhaltend feminin. Sie braucht eigentlich nicht viel, um elegant zu wirken.


    Erinnerst du dich an Leslie Caron? Das schmale Gesicht, die großen Augen, der feine Mund, die schlanke Erscheinung und dieses zugleich junge und kultivierte Auftreten.

    Oder Audrey Hepburn? Diese Eleganz, die ohne viel Schmuck oder auffällige Kleidung.


    Wenn M. in ihrem hellen Kleid mit kleinen schwarzen Punkten und großem Hut auftaucht, entsteht fast automatisch diese Ästhetik eines Schwarzweißfilms aus den 1950ern.

    Sie sieht nicht "modern Instagram-schön" aus. Sie hat etwas Altmodisch-Filmisches.


    So ungefähr hat Gemini meine Beschreibung verstanden. 😄

    Die Atmosphäre finde ich fast erschreckend gut getroffen. 😳