Beiträge von werner

    Ich habe da keine Vorbehalte.


    Bisherige Versuche scheiterten aber meist schon am Termin für ein Kennenlerntreffen - ich bin nun mal berufstätig und kann nur am Abend.

    und alle schreiben mir, dass sie 3000, 5000 oder mehr pro Monat bezahlen,

    Das dürfte mindestens zu 80% geflunkert sein.


    Und einen Steuerbescheid mache ich Dir in 2 Stunden mir jeder üblichen Textverarbeitung. (2 Stunden deshalb, weil ich bei 0 anfangen muss und weil der so sauber durchgerechnet ist, das MSD ruhig nachrechnen darf. Ein Kontoauszug geht deutlich schneller...)


    Meine Empfehlung wäre: Ganz klassisch mit Kennenlerntreffen, vorher nicht über Geld reden, und dann sich auf die eigene Menschenkenntnis verlassen. (Ohnehin wäre es beim echten Sugardating durchaus "erlaubt", sich den Nettesten rauszusuchen und nicht den mit der meisten Kohle...)

    Dumm ist nur ein Video voller Lügen und Heucheleien.

    Gut, das ist aber kein neues Phänomen. So mancher Altstar von Bühne und Fernsehen stellt, wenn dann würdevoll auf seine/ihre Karriere zurückgeblickt wird, so manche Aktion oder Entscheidung in den Anfängen der Karriere "alternativ" dar.

    Solange Sugarbabes als Prostituierte betrachtet und mit massiven gesellschaftlichen Vorbehalten zu kämpfen haben, heiße ich zwar eine solche "geschönte Darstellung" nicht gut, kann sie aber nachvollziehen.

    Sehr einseitige Reportage

    Von ihr fand ich das differenzierter als von dem Reporter. Vor allem, dass sie das als Folge einer eigenen, frei gewählten Entscheidung gesehen und nicht die Schuld primär bei anderen gesucht hat, hat mich beeindruckt.


    Wenn - wie von ihr gesagt - Geld keine oder keine maßgebliche Motivation war, dann ist das sicher ein ziemlich atypischer Fall.


    Treffen immer nur im Hotel und es geht immer nur um Sex - dass es sich dabei um Prostitution handelt, wurde korrekt erkannt. Und wenn sie dabei noch nicht volljährig ist, dann haben wir sexuellen Missbrauch Jugendlicher, zumindest mal vom objektiven Tatbestand. Ein Teil der Kunden dürfte das korrekte Alter wohl auch vermutet haben.

    So, jetzt liegt mein Fokus eher auf Frauen zwischen 18-22 und da sind ganz offensichtlich einige dabei, die noch nicht in der Lebensrealität angekommen

    Das ist nun mal das Privileg der Jugend...


    Ansonsten: Gerade das Klientel, das bei Wohnung/Einrichtung/Auto/Urlaub immer nur das Beste möchte und es sich auch leisten kann, wird jetzt wohl bei den Frauen nicht völlig anspruchslos werden.


    Ob Ausbildung/Studium immer die bessere Alternative ist? Sagen wir mal so: Man hat danach mehr Möglichkeiten. Wenn man sich mit 19 der wohlhabenden Sugardaddy angelt und auf die Ausbildung pfeift, fährt man in eine Einbahnstraße. Mit 30 beginnt die biologische Uhr zu ticken, man hat keine Ausbildung, und eine materielle Erwartungshaltung, mit der man keinen "normalen" Mann mehr findet. Entweder findet man einen Reichen zum heiraten oder man hat ein Problem.


    Mit 19 eine solide Ausbildung, für ein bisschen Luxus nebenher den SD, dann stehen einem alle Möglichkeiten offen. Dann kann man mit 30 immer noch den Reichen heiraten (wenn man den findet und der möchte), es stehen aber alle anderen Möglichkeiten offen.


    Unter 30 lacht das High-Class-SB über die "Kollegin", bei der die Ausbildung vorgeht. Mit 40 lacht so manches Ex-SB mit einer soliden Ausbildung über das Ex-High-Class-SB, das bei Mc Donalds an der Kasse steht und mit dem Geld nicht zurecht kommt. Und wir wissen ja: Wer zuletzt lacht...

    Mal kürzer, mal länger. Mal ging die Initiative zur Trennung von mir aus, mal wollte sie nicht mehr.


    Und wenn sie sich getrennt hat, trauere ich in manchen Fällen ihr nach, in anderen Fällen nicht.


    Die Gründe, die zur Trennung führten, kenne ich nur dann verlässlich, wenn die Initiative von mir ausging. Spontan fallen mir folgende ein:

    • war nicht hübsch genug für auf Dauer
    • in einem Fall: Es fehlte massiv an Intelligenz. (Und der Spruch "dumm fickt gut" deckt sich nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen)
    • Das Verhältnis tendierte zu deutlich in Richtung Prostitution, und dafür war es dann zu teuer.

    Wie soll eine junge Frau, die als Schülerin oder Auszubildende jeden Monat 1000,- Euro oder sogar noch mehr leicht verdientes Geld obendrauf bekommt, jemals wieder im Leben mit Geld klarkommen?

    Man könnte sich jetzt auf den Standpunkt stellen, dass die Betreffenden volljährig sind. Mit 18 kann man mit der Bundeswehr zu einem Auslandseinsatz, mit 18 kann man sich als Prostituierte anmelden, warum sollten jetzt ausgerechnet Sugarbabes sich nicht einen Lebensstil zulegen dürfen, die sie sich nicht auf Dauer leisten können.


    Jetzt spielt sich allerdings Sugardating zwischen Prostitution auf der einen und einer konventionellen Beziehung auf der anderen Seite ab. Bei einer konventionellen Beziehung hat man dann schon ein wenig Verantwortung für den anderen, gerade auch dann, wenn man der Ältere und damit der Erfahrenere ist. Mit DDLG gilt das in verschärftem Maße, bei klassischem Sugardating sehe ich das auch ein Stück weit.


    Die Frage ist dann, wie weit diese Verantwortung geht.


    Vermutlich sieht das jeder anders. Das ist auch völlig.


    Ich für mich würde sagen: Jedes Sugarbabe sollte die Chance haben, sich von mir zu trennen. Und nicht wegen finanzieller Abhängigkeit mehr oder weniger gezwungen sein, bei mir zu bleiben.


    Daraus leite ich zwei weitere Leitlinien ab:


    1. Ein Sugarbabe sollte mit der gegebenen Attraktivität in der Lage sein, innerhalb kurzer Zeit (wenige Wochen) einen anderen Sugardaddy zu finden, der kein Arschloch ist.


    2. Oft sind die Mädels ja im Studium oder in der Ausbildung. Dann sollte die Ausbildungsvergütung netto plus Sugar (brutto gleich netto, weil halt meistens doch nicht versteuert wird) nicht oder zumindest nicht deutlich über dem Netto nach Abschluss der Ausbildung liegen. Oder halt Bafög plus Sugar, oder das was die Eltern zahlen plus Sugar.


    Nehmen wir an, sie lernt Krankenschwester, dann liegt sie laut kurzer Internetrecherche so zwischen 1141 und 1303 Brutto in der Ausbildung, das sind Plus/Minus 1000,- netto im Monat. Wenn sie nach der Ausbildung mit 2000,- bis 2400,- im Monat anfängt, dann sind das zwischen 1600,- und 1850,- Netto im Monat. Ok, da kommen jetzt vielleicht noch ein wenig steuerfreie Nachtzuschläge dazu, damit liegt sie so Plus/Minus 2000,-.


    Wenn sie jetzt 1000,- Euro im Monat Sugar bekommt, dann kann sie mit Beendigung der Ausbildung aufhören, ohne dass sie schlechter dasteht. Ok, sie steht dann auch nicht besser da. Gerade von 3. Lehrjahr zu Festanstellung könnte es etwas knapper werden, aber alles noch im Erträglichen.


    Nehmen wir an, sie bekommt 2000,- Sugar im Monat, dann gewöhnt sie sich an Netto 3000,- im Monat. Dazu bräuchte sie später über 4000,- Brutto. Sie kommt also nicht mehr vom Sugardating los, oder sie braucht einen anderen lukrativen Nebenverdienst (Escort oder so). Oder muss sich den Lebenspartner nicht nach Zuneigung, sondern nach Einkommen wählen.


    Wenn das Sugarbabe etwas studiert, mit dem sie später über 4000,- im Monat verdienen wird (Medizin z.B.), dann würde ich 2000,- im Monat für verantwortbar halten. Zumal sie sich später wohl auch einen Akademiker suchen wird, der dann ja auch nicht so ganz schlecht verdient.


    Mit allem über den skizzierten Summen drängt man die Mädels, auf Dauer im Bereich Sugardating zu bleiben oder in den Bereich Prostitution zu gehen, was das Problem ja auch nicht auf Dauer löst, sondern nur in die Zukunft verschiebt: Der "Markt" für 20-jährige Sugarbabes ist deutlich größer als für 40-jährige. Auch wenn es selbstverständlich auf noch 50-jährige Sugarbabes oder Escort-Ladies gibt, die richtig viel verdienen. Es sind dann nur nicht mehr so besonders viele.

    Hast Du Dich gefragt, was die Intention hinter Deiner Frage ist?

    Das muss ich mich nicht erst fragen, das kann ich auch ganz klar hier darlegen: Mir ist aufgefallen, dass Du als alleiniges Kriterium hier auf der Höhe der Zuwendung - oder wie Du es nennst: Apanage - rumreitest.


    Und jetzt wollte ich halt wissen, in wieweit meine Einschätzung mit der Selbsteinschätzung übereinstimmt.


    Und wo ich mich sehe: Bei den Beziehungen, die über MSD entstanden sind, etwa 50/50. Wenn ich wirklich einfach nur günstig poppen möchte, dann dort, wo es deutlich günstiger ist (und auch deutlich schneller und unkomplizierter geht).

    Mal eine ganz direkt Frage:


    Sugardating bewegt sich ja zwischen konventionellen Beziehungen und Sexarbeit.


    Wo auf dieser Skala zwischen konventioneller Beziehung (0%) und Sexarbeit (100%) würdest Du Dich selbst verorten?

    Kleiner Tipp zur Kommunikation mit Männern (zumindest dann, wenn Du von ihnen was willst): Konkrete Zahlen.


    Was kostet ein Auto, das noch 5 Jahre hält? Bin ich nicht orientiert. Wie teuer ist Dein Kleidungsgeschmack? Und ballayage musste ich jetzt erst googeln, was das überhaupt ist.


    Eine Aussage wie "Ich bräuchte so etwa 800,- im Monat und könnte mir etwa ein Treffen pro Woche vorstellen" sind Fakten, mit denen man(n) etwas anfangen kann.

    Meine Erfahrung ist, das mehr Geld nicht besseren Service bedeutet. Eher das Gegenteil.

    Deckt sich mit meinen Erfahrungen.


    Halte ich auch für logisch: Beim Sugardating ist Geld eine Art Attraktivitätsausgleich. Je unattraktiver Dich das Mädel findet, desto mehr musst Du das mit Geld kompensieren, desto mehr steht das Geld für die im Vordergrund. (Oder sie ist ohnehin eine Professionelle, bei der das Geld im Vordergrund steht, und die haben ohnehin "ihre Preise", und die sind ohnehin eher höher.)