Was mich direkt zur moralischen Frage bringt, wie ich auf die Feststellung einer solchen Notlage reagieren würde.
Mein erster Reflex wäre Rückzug, um eben eine Notlage nicht auszunutzen (natürlich auch, um in solchen Wahnsinn nicht hineingezogen zu werden, aber darum geht es hier nicht).
Eine nicht unerhebliche Rolle bei der Reaktion wird vermutlich auch der Zeitpunkt spielen, an der Dir eine Notlage bewusst wird. Suggeriert einem diese Situation schon das Profil, käme ich gar nicht auf den Gedanken, mich damit näher zu befassen.
Erhalte ich davon Kenntnis im Rahmen des Chats, so würde ich allenfalls dazu raten, entsprechende Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Käme der Punkt bei einem netten Kennenlernen zur Sprache, könnte ich mir vorstellen, gegebenenfalls auch etwas konkreter nach Hilfsangeboten zu suchen. Als SB fiele die Dame dann aber für mich definitiv raus.
Wie ich das innerhalb einer gewachsenen Sugardating-Beziehung handhabe, lässt sich für mich nicht vorhersagen. Eigentlich müsste es irgendwann ein paar kleine Anzeichen geben, die sich im Laufe der Zeit zu einem Verdacht erhärten.
Grundsätzlich sehe ich mich aber nicht als Sozialarbeiter oder gar Samariter. Für mich geht es beim Sugardating darum, gemeinsam eine schöne Zeit miteinander zu verbringen und dabei ihr eine gewisse finanzielle Unterstützung zu gewähren. Ich würde mir niemals wissentlich einen "Problemfall" ans Bein binden.
Hier sieht man dann aber auch einen der Unterschiede zwischen einer Ehe bzw. "normalen" Partnerschaft und einer Sugardating-Beziehung.