Lage in der Berliner City, Nähe Checkpoint Charly, 1 Michelin Stern.
Von außen sieht es völlig unscheinbar aus. Nur die Aufkleber an der Eingangstüre geben schon mal die Richtung vor. Kein Handy, keine Kamera, keine Waffen, keine AfD.
Zumindest das Handyverbot wird konsequent verfolgt. Auch keine Fotos. Die politische Überzeugung wird nicht geprüft.
Im Inneren sitzt man an einer Art hufeisenförmigen Bartresen und kann den Köchen bei der Arbeit zu sehen. Es wird dort wirklich gekocht und nicht nur angerichtet, wie beispielsweise „The Table“ in Hamburg.
Die Gespräche in der Küche und auch die der Kellner bekommt man live mit.
Konsequent gibt es regionale Küche. Nur bei den Weinen ist der Radius etwas größer. Auch auf Aromen, die nicht aus der Region stammen (z. B. Vanille) wird verzichtet. Der Erzeuger (Bauer) steht auf der Speisekarte.
Die Bedienung ist freundlich, aber an den Ton muss mann sich erst mal gewöhnen. „Gerne empfehle ich Ihnen zu jedem Gang den passenden Wein. Wenn sie aber Geld sparen wollen und beim Wasser bleiben, ist das auch in Ordnung.“
Es wundert dann auch nicht, dass dem Gast mit der Rechnung, ein Kondom übergeben wird. Für den schlecht vorbereiteten Sugardaddy sicherlich eine Hilfe.
Mich hat etwas gestört, dass das, was auf dem Teller landete, sicherlich aus Produkten hoher Qualität gemacht wurde, aber nicht sehr filigran zubereitet wurde. Hauptgericht Huhn mit Soße. Fertig. Keine Beilagen nicht schön angerichtet.
Auf jeden Fall ein solitäres Restaurant. Ob schön oder gruselig, liegt wohl im Auge des Betrachters.