Beiträge von admin

    Ich kenne die Problematik von der anderen Seite.


    Nach meiner Einschätzung ist das etwas 50/50: Die Hälfte der Sugarbabes sagt das ganz offen, wenn sie keine Lust mehr haben (teils von sich aus, teils erst auf Nachfrage), die andere Hälfte reagiert einfach nicht mehr.


    Finde ich jetzt auch nicht schön, muss aber damit leben.

    Die gute Nachricht: Es gibt eine Vergleichsseite für Sugardaddy-Seiten: https://sugardaddyseiten.com


    Die *hust* weniger gute Nachricht? Da muss ich etwas ausführlicher werden...


    Zunächst schaue ich mir in solchen Fällen das Impressum an: Terikon Media, PE Mykyta Dovgopolyy, Ukraine, 83001, Donetsk

    7 Komsomolsky ave. Eine Seite, die sonst rein auf deutsch ist. Nun ja.


    Auf der Seite Haftungsausschluss (https://sugardaddyseiten.com/disclaimer/) wird dann klar darauf hingewiesen, dass man sich über "Vermittlungsprovisionen" finanziert. Das ist vorbildlich.


    Aber wer wird denn so empfohlen?


    Am besten bewertet ist sugardaddyfinden.com der schon bekannten date4friend AG (siehe Warum macht Ihr nur Werbung für mysudardaddy?)


    Platz 2: sugardaddys.de von Paidwings AG, gehört auch zu der auffälligen Firmenhäufung am Zuger See.


    Platz 3: JungeDinger.com ebenso Paidwings AG


    Platz 4: MeinSugarBabe.com Qualidates AG, gehört auch zu der auffälligen Firmenhäufung am Zuger See.


    Platz 5: GeldgegenLiebe.com EDEV Media AG aus Zürich


    Platz 6: Richmeetbeautiful.com Richmeetbeautiful Holding Ltd, Malta


    Platz 7: SeekingArrangement.com SeekingArrangement in Las Vegas, Hong Kong und Cyprus


    Platz 8: Mysugardaddy.eu SDC Ventures GmbH Dortmund - es wird eine Subid mitgegeben, fangen sie jetzt mit Affiliate Marketing an?


    Platz 9: ohlala.com Spreefang GmbH, Berlin


    Platz 10: Sugardaters.com, DaTech ApS in Nivå


    Also auch hier wieder eine Seite, welche die Kunden vor allem zu den Seiten der "auffälligen Firmenhäufung am Zuger See" lotsen möchte. Auf jedem "Testbericht" gibt es unten die Rubrik "Alternativen in der gleichen Kategorie", und dort wird immer nur auf die Seiten der "auffälligen Firmenhäufung am Zuger See" verwiesen.


    Insgesamt nicht so dummdreist wie https://dating.seitenvergleich.de/SugarDaddy, aber immer noch sehr auffällig...

    Jeder Mensch hat seine eigenen Meinungen und verfolgt seine eigene Strategie. Das sei allen unbenommen.


    Möglicherweise ist das eine oder andere Urteil etwas vorschnell. Sei es, dass man sich nach ein paar Tagen ein Urteil über eine Plattform gebildet hat, sei es, dass Youtuber Geld haben, sei es, dass Real Life alles einfacher ist.


    Aber wie auch sonst quasi überall: Entscheidungen sind an ihren Alternativen zu messen.

    Sooo viele Männer mit geringem Einkommen und alles wird verhandelt.

    Von interessierter Seite (zum Beispiel von den Seitenbetreibern) wird den Frauen gerne der Eindruck vermittelt, dass auf ihren Seiten massenhaft Multimillionäre sind, die nichts Besseres zu tun haben, als ihr Sugarbabe hemmungslos zu verwöhnen.


    Das hat mit der Realität wenig zu tun.


    (Auch der Eindruck, der den Herren vermittelt wird, hat einen erheblichen Realitätsabstand...)


    Die Einkommensverteilung hier in diesem Land ist ein Fakt. Ebenso, dass nur ein Teil der Frauen jung, bildhübsch und willig sind.


    Und für den Seitenbetreiber ist es essentiell, dass sich auch die nicht ganz so wohlhabenden Herren und die nicht ganz so hübschen Frauen auf seiner Seite einfinden - anders lässt sich das wirtschaftlich nicht betreiben.


    Und weil die Sugardaddys inzwischen mitbekommen haben, mit welchen Versprechungen die Mädels auf die Seite gelockt werden, verhandeln sie vorher lieber jedes Detail, als nachher der Geprellte zu sein.

    Unterschiedlich. Ganz unterschiedlich.


    Es gibt Mädels, bei denen ist die ganze Sache ausschließlich finanziell motiviert. Das sind eigentlich keine Sugarbabes, sondern (Gelegenheits-) Prostituierte. Was nicht gleichbedeutend mit "technisch und leidenschaftslos" ist, aber meist schon sehr in diese Richtung tendiert.


    Und in den aktuellen Zeiten, bei denen die Bordelle geschlossen sind und die Sexarbeiterinnen noch mehr als sonst schon zu MSD drängen, muss man schon sehr suchen, um die anderen zu finden.


    Aber es gibt auch echtes Sugardating, also Beziehungen, bei denen das nicht rein finanziell motiviert ist, sondern die persönliche Zuneigung auch eine Rolle spielt. Das merkt man dann auch im Bett.

    unrealistische Phantasien und wirre Gedanken

    Was ist unrealistisch?


    Nur, weil etwas außerhalb des eigenen Erfahrungshorizonts liegt, heißt das noch lange nicht, dass es so etwas nicht gibt. Was man annehmen kann: Wenn es außerhalb des Erfahrungshorizonts erfahrener Menschen liegt, wird es nicht häufig sein, sonst hätten die Erfahrenen das schon mitbekommen.


    Von Gergor Gysi stammt der Einschätzung, dass es in jeder Partei 5 bis 10 Prozent Irre gibt, warum sollte das nicht auf einer Sugardating-Plattform ähnlich sein?

    Interessehalber habe ich mich mal mit meinem Sugarbabe-Account eingeloggt, den ich für die Recherche von Sugardating verwendet habe, und die Zahl der VIP-Accounts gezählt, die mir angezeigt werden. Bei 800 habe ich aufgehört zu zählen...


    (Wenn ich anhand der "Last Login"-Zeit spekulieren sollte, würde ich so auf 1500 - 2000 tippen. Aber das ist reine Spekulation.


    Nur Deutschland, nur Männer)

    Mir scheint, dass derzeit auf MSD die Prostitution das Sugardating weitgehend verdrängt hat. Aber so wirklich kann ich das nicht beurteilen, weil ich derzeit nur sehr sporadisch rein schaue.

    Gebühr für Frauen 1 Euro pro Monat. Allein das wird die ganzen Eintagsfliegen fern halten.

    Und alle anderen auch...


    Insgesamt: Würde eine solche Seite neu etabliert, dann hat sei kaum nennenswert echte Profile. Ja, die Profile des Betreibers und dessen Umfelds.


    Und dann gibt es zwei Möglichkeiten:

    • Man bleibt bei den echten Profilen. Wie attraktiv ist es, sich bei einer Sugardating-Seite anzumelden, die - sagen wir mal - 37 Profile hat? Oder
    • Man ergänzt kräftig Fake-Profile. Wie attraktiv ist es, sich bei einer Sugardating-Seite anzumelden, die - sagen wir mal - zu 99,3% aus Fake-Profilen besteht?

    MSD ist in einen neuen Markt. Es gab vorher keine vergleichbare Seite. Ich gehe davon aus, dass sie auch stark mitgeholfen haben, mit entsprechend Medienarbeit diesen Markt zu schaffen. Auch das lässt sich so nicht wiederholen - das Thema ist nicht neu.


    Man kann nicht über den Preis konkurrieren. Die Sugardaddys sind dort, wo die Sugarbabes sind. Für Frauen ist MSD de facto umsonst. Wie will man das unterbieten?


    Und: wie viel will man in Online-Werbung investieren, um das Portal zum fliegen zu bringen?


    Kurz: Ich würde empfehlen, lohnendere Ziele zu verfolgen.