Nun, sie ist schlicht zu alt geworden und hat deshalb aufgehört.
Meine Raumpflegerin möchte mich nicht mehr besuchen, nicht mehr für Schönheit und Glanz meiner Räume sorgen. Ein leiser Abschied, unspektakulär, aber endgültig. Und so ist es an der Zeit, nach etwas Neuem Ausschau zu halten.
Damit stellt sich mir eine Frage, die ich gern an euch weiterreichen möchte: Nach welchen Kriterien wählt ihr eigentlich eure Raumpflegerin aus?
Geht es in erster Linie um den Preis?
Darum, dass schnell, gründlich und effizient geputzt wird?
Oder spielt mehr hinein – ein gewisses Charisma vielleicht, eine Art Präsenz, die den Raum nicht nur reinigt, sondern belebt? Darf sie unterhalten, lachen, eine kleine Geschichte dalassen zwischen Staubtuch und Staubsauger? Muss sie etwas Besonderes mitbringen, etwas, an das man vorher nie gedacht hat, das sich aber später als unerwarteter Luxus erweist?
Ich frage bewusst offen, fast suchend. Eher als Brainstorming denn als konkrete Ausschreibung.
Meine letzte Raumpflegerin sprach kein Deutsch, nur Englisch. Sie kam aus der Karibik und brachte diesen schwer zu beschreibenden, leichten karibischen Charme mit: eine Selbstverständlichkeit im Lachen, eine Gelassenheit im Tun. Sie lachte über alles Mögliche, führte mit dem Staubsauger gelegentlich ein kleines Tänzchen auf – und ja, ich mochte das sehr. Neben ihren handwerklichen Qualitäten brachte sie etwas mit, das man in keiner Stellenanzeige formulieren kann: eine Art heitere Gegenwart, die den Alltag für einen Moment weniger ernst machte.
Und genau das bringt mich zurück zur Frage:
Wie ist das bei euch?
Was darf, was soll, was muss eine Raumpflegerin mitbringen?
Ist sie Dienstleisterin – oder für ein paar Stunden Teil des eigenen Kosmos?
Ich bin gespannt auf eure Gedanken.