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    Ich bin in keiner festen Beziehung, und das wird auch nicht verschwiegen - warum auch.


    Sugardating liegt zwischen Prostitution auf der einen Seite und einer konventionellen Beziehung auf der anderen Seite, die Übergänge sind in beide Richtungen fließend. Wer jetzt eher in Richtung konventioneller Beziehung sucht, mag auch auf Treue gesteigerten Wert legen.


    Unabhängig davon: Meine Langzeit-(Ex-)Beziehung hatte Phasen, in denen J. gerade einen Freund hat, und Phasen, in denen das nicht der Fall war. Der Sex war in den Phasen ohne Freund besser - aber ok, das ist jetzt eine Beobachtung mit der Fallzahl 1.


    Umgekehrt mag es auch bei Frauen sein. Oder aber kühle Berechnung: "Ohne Alternativen ist es leichter um den Finger zu wickeln und ohne Familie gibt es mehr zu holen."

    Ich gehe mal davon aus, wir reden von mysugardaddy.de


    Die formale Antwort ist die Einfachste: Es geht auch ohne. Man kann auch ohne Profile freischalten oder freigeschalten werden, Nachrichten schreiben, empfangen, lesen, beantworten.


    Ist der Reality Check erforderlich, um erfolgreich zu sein?


    Nach meiner Beobachtung nicht. Ich selbst habe keinen, und ich mache es auch nicht zur Voraussetzung, um ein Profil freizuschalten. Nach meiner Beobachtung (auf zu geringer Fallzahl, wo ich es mit der Realität abgleichen konnte) wird der Reality Check auch öfters von den Frauen genutzt, die das professioneller machen (die sind auch üblicherweise länger/öfters auf der Plattform, so dass sich der Aufwand lohnt) - und das sind jetzt nicht gerade die, die ich primär suche.


    Zu Reality Check bei Männern habe ich keine Erfahrung (bis auf die, dass ich keinen habe).

    Nun ja...


    Es gibt ja auch sehr reiche Menschen. An irgendwen verkauft Rolls Royce ja auch die Autos. Und die dürften auch Interesse an junge hübschen Frauen haben.


    Allerdings: Es gibt deutlich mehr Frauen, die Interesse an einer lukrativen Beziehung haben, als Männer, die finanziell in dieser Liga spielen. Wirklich deutlich mehr Frauen.


    Der durchschnittliche Sugardaddy ist nicht superreich, sondern vom Einkommen her - im Vergleich zur Gesamtbevölkerung - überdurchschnittlich. Es kann es sich leisten, rund 1000,- Euro pro Monat in sein Sugarbabe zu investieren. Manche liegen drüber, manche liegen drunter.


    1000,- Euro sind für jemand, der das nicht "hauptberuflich" macht, sondern zum Beispiel studiert oder in einer Ausbildung ist, nicht wenig, denn sie kommen "on top". Ich ich mache mir auch keine Illusionen darüber, wie gründlich da versteuert wird...


    Die ganz andere Frage ist, warum eine solche Plattform ein solches Video online stellt. Was bezwecken die damit? Auf deren Webseite lese ich etwas von "Über 10.000 Neuanmeldungen täglich". Ich muss da doch nur die Einkommensstatistik dagegen halten, schon ist mir klar, dass Männer in dieser Liga und die dazugehörenden Sugarbabes noch nicht mal für 1000 Anmeldungen insgesamt reichen.


    (Und ich habe auch meine Zweifel, ob die Männer, die sich tatsächlich ein Sugarbabe leisten können, nebst der entsprechenden weiblichen Ergänzung, für auch nur 1000 Anmeldungen täglich reichen würden - jetzt mal noch gar nicht berücksichtigt, dass sich das dann auch noch auf mehrere Plattformen verteilt).


    Langer Rede kurzer Sinn: Das passt so alles nicht zusammen

    Dank eines Beitrags in GuteFrage.net scheint mir wahrscheinlich, dass da eine Betrugs-Masche versucht werden soll:


    "Baby I’m done with your payment but you will need a steam card of $25 to authorize your first transaction now once I’m done with the authorization you will get the notification immediately. Because i operate a crypto currency exchange business account which i linked with my Cash app and PayPal which i use for my business. So for every transaction it needs the card code"

    Ich habe mir das völlig abgewöhnt, beim ersten Date in ein Restaurant zu gehen.

    Ich habe damit eher gute Erfahrungen gemacht.


    Ok, vorher reserviert wird nicht. Wir treffen uns Hauptwache, von da aus gibt es fußläufig mehrere Alternativen. Was ich dann vorschlage, hängt durchaus vom ersten Eindruck ab.


    Unangemessenes Verhalten ist mir bislang nicht passiert.

    Die Diskussion hatten wir auch schon mal letztes Jahr: Geschenke für Kennenlerntreffen


    Wobei: Eigentlich war es nicht so richtig eine Diskussion, man war sich ziemlich einig:

    • (Gelegenheits-) Prostituierte nehmen Geld fürs Kennenlerntreffen (Zeit ist Geld)
    • Echte Sugarbabes nehmen kein Geld für ein reines Kennenlerntreffen (der Sugardaddy übernimmt jedoch die Gastronomierechnung)

    Das beantwortet jetzt streng genommen immer noch nicht Deine Frage, ob Du gerade "veralbert" wirst - das hängt davon ab, wie sich und Dich derjenige sieht. Handelt es sich um einen richtigen Sugardaddy, der ein echtes Sugarbabe für eine längere Beziehung sucht, dann liegt er jedoch völlig richtig.


    Und ob Du das akzeptierst, hängt jetzt davon ab, wie Du Dich siehst und was Du suchst...

    In den Brettern Infos zur einzelnen Sugarbabes hat es sich eingebürgert, an den Namen ein (+), (I) oder (-) anzuhängen.


    Diese Symbole werden üblicherweise wie folgt verwendet:


    (+) Empfehlung


    Das Sugarbabe ist gesichert kein Fake (um das festzustellen, bedarf es zumindest eines Kennenlerntreffens) und auch ansonsten eine Empfehlung.


    Üblicherweise nutzt man ja seine Empfehlungen selbst. Denkbar sind vor allem folgende Konstellationen:

    • Ehemaliges Sugarbabe , man hat sich auseinandergelebt und getrennt, aber sie ist erst mal eine Empfehlung (oder man hat etwas Besseres gefunden und sich getrennt, oder warum auch immer)
    • Ein Sugarbabe in einer Region, in die man so schnell nicht mehr kommt. Vielleicht eine Dienstreisen-Bekanntschaft.

    (I) Information


    Informationen, die man herausgefunden hat und die man mit den anderen Forenteilnehmern teilen möchte.


    Meist sind das Sugarbabes mit hohen finanziellen Vorstellungen, so dass man aus diesem Grund die Sache nicht weiter verfolgen möchte. Selbstverständlich darf jedes Sugarbabe seine eigenen finanziellen Vorstellungen haben. Aber andere Forenteilnehmer könnte diese Info bei der Entscheidung über eine Freischaltung interessieren.


    (-) Warnungen


    Wenn es Gründe gibt, vor einem Sugarbabe zu warnen, kommt das hier rein.


    Klassisches Beispiel, wenn man von einem Sugarbabe beim Kennenlerntreffen ohne Entschuldigung versetzt worden ist.

    Keine Ahnung.


    Wobei der sich mutmaßlich hat unterschreiben lassen, dass der Eingriff gegen medizinischen Rat auf ausdrücklichen Wunsch der betreffenden Person geschieht.

    Möglicherweise. Dann empfindet die sich aber als immer noch zu dick.


    Ich kenne einen Fall, da hat eine junge Frau mit (nach medizinischen Kriterien) Untergewicht sich Fett absaugen lassen...

    Sie muss kein Gewerbe anmelden und es versteuern.

    Ein Gewerbe anmelden müssen inzwischen auch Prostituierte nicht mehr (vorher wurde das lokal unterschiedlich gehandhabt). Seit dem ProstSchG gilt einheitlich nur die Anmeldepflicht nach ProstSchG.


    Zu den Steuern: Auch bei einer finanziellen Unterstützung in einer rein privaten Beziehung haben wir eine Steuerpflicht, aber es handelt sich dann um Schenkungssteuer (höhere Freibeträge, keine Addition mit anderen Einkommen) und nicht un Einkommensteuer.




    Am Rande: Bei einer Anzeige wegen Vernachlässigung der Kondompflicht würde sich das SB eindeutig auf den Standpunkt stellen, dass sie eine Prostituierte ist, dass sie der Anmeldepflicht unterliegt, und dass sie der Einkommens- und nicht der Schenkungssteuer unterliegt.


    Blöd, wenn man sich nicht angemeldet hat und auch nie einer Steuererklärung abgegeben hat.


    Von daher halte ich solche Anzeigen in der Praxis für unwahrscheinlich. Auch gerade deshalb, weil es für den SD nicht ganz so schlimm kommen dürfte (Ersttäter, Beweislage - sie könnte ja lügen, um sich für irgend etwas zu rächen, möglicherweise kommt ein Irrtum über die Tatumstände infrage, weil er der Ansicht sein konnte, sie sei keine Prostituierte) - das SB ist aber auf jeden Fall "dran"...

    Sollte sie unter 18 aber über 16 sein, ist das nicht strafbar. Echt übel, wenn ihre Eltern dich anzeigen.

    Oooobacht !!!!


    Wir müssen hier drei Definitionen unterscheiden:


    1.) Strafgesetzbuch "sexuelle Handlungen gegen Entgelt", das ist das Weitestgehendste. Gemeint mit "Entgelt" ist jeder geldwerte Vorteil, es ist ausreichend, wenn die sexuellen Handlungen dadurch mitmotiviert sind.


    Im Bereich des Sugardatings sind wird eigentlich immer im Bereich "sexuelle Handlungen gegen Entgelt", und damit auch bei einer Schutzaltergrenze von 18 Jahre.


    Vergesst das mit den 16 Jahren ganz schnell wieder. Ganz glattes Eis.


    2.) Prostituiertenschutzgesetz "Prostitution", immer noch sehr weitgehend. Aber es gibt im Bereich Sugardating Beziehungen, die so nahe an einer persönlichen Beziehung sind, dass sie da nicht mehr drunter fallen.


    Ich verweise auf den Kriterienkatalog im Buch "Sugardating".


    Ab hier dann Anmeldepflicht nach ProstSchG und auch Einkommensteuer statt Schenkungssteuer.


    3.) Strafgesetzbuch "Prostitution", definiert als "gewerbsmäßig sexuelle Handlungen gegen Entgelt". Als Abgrenzungskriterium haben wir hier die Gewerbsmäßigkeit, darunter versteht man einerseits eine gewisse Regelmäßigkeit, auf der anderen Seite mehr als nur einen Kunden. Das ist die am wenigsten weit gehende Definition von all diesen dreien.

    Mir wäre es auch reichlich egal, ob ich nun Sugardaddy oder Freier bin (bin ohnehin beides - und ja, es gibt da Unterschiede...)


    Es gibt aber viele Mädels, die wollen partout keine Prostituierte sein. Ich erinnere mich da noch an ein Treffen mit einer jungen Frau, die 200,- Euro für das Date bekam, zwischendrin sind wir nett essen gegangen (ich brauche inzwischen meine Regenerationsphasen...), wie kommen beim Gespräch auf das ProstSchG, und sie meinte ohne jeden Anflug von Ironie, sie fände es richtig, dass der Staat mal was gegen die ganzen Prostitutierten tue.