VPN wird langsam zur Pflicht

  • Seit gestern und ich hoffe das ist ein Witz und keine Realität, ob wohl es leider nicht so ausschaut :/ gibt es eine neue EUGH Entscheidung zum Thema Vorrats-Datenspeicherung und Abruf derselben. Wer bis jetzt noch kein VPN nutzt, sollte mal intensiv drüber nachdenken.


    https://netzpolitik.org/2024/e…wachung-des-internets-zu/


    Wer bis jetzt kein VPN benutzt, braucht es auch in Zukunft nicht. Viele Provider halten alle Daten vor - zu Abrechnungszwecken. Da kann man sich dann erkundigen, wie nochmal die Adresse der zuletzt besuchten Pornoseite war. Das ganze ist eine absurde Scheindiskussion.

  • Wer bis jetzt kein VPN benutzt, braucht es auch in Zukunft nicht. Viele Provider halten alle Daten vor - zu Abrechnungszwecken. Da kann man sich dann erkundigen, wie nochmal die Adresse der zuletzt besuchten Pornoseite war. Das ganze ist eine absurde Scheindiskussion.

    Wie soll das funktionieren? Mit VPN kann mein Provider nur sehen, welchen VPN ich genutzt habe, aber nicht welche Seiten ich aufgerufen habe. Für den Auskunftsanspruch gegenüber dem VPN-Anbieter kommt es drauf an, wie schnell die ermittelnde Behörde ist. Entscheidend ist doch, dass die im Artikel kritisierte Nutzung der Daten für Bagatellthemen verhindert wird, zum VPN-Anbieter wird man nur gehen, wenn es um Straftaten geht...

  • Wie soll das funktionieren? Mit VPN kann mein Provider nur sehen, welchen VPN ich genutzt habe, aber nicht welche Seiten ich aufgerufen habe. Für den Auskunftsanspruch gegenüber dem VPN-Anbieter kommt es drauf an, wie schnell die ermittelnde Behörde ist. Entscheidend ist doch, dass die im Artikel kritisierte Nutzung der Daten für Bagatellthemen verhindert wird, zum VPN-Anbieter wird man nur gehen, wenn es um Straftaten geht...

    Denke mal mit den Straftaten ist nur ein Teilaspekt.
    Sobald es nicht mehr illegal ist Daten zu speichern, wird es auch Zugriffe von allen möglichen Seiten (hoffentlich nicht auch privaten) geben. Dann schaut das Finanzamt was Du bei wem bestellt hast und wie Du bezahlt hast oderfraht sich warum Du jeden Tag auf MSD rumhöngst und mit wem Du von dort schreibst usw. Auf die Konten können sie eh schon weltweit zugreifen.....

    Ok, es gilt immer: Wer nichts zu verbergen hat, braucht das auch nicht. Aber sind wir wirklich alle diese Engelchen, die nie mal über die Strenge schlagen ? :) und glaube, dass nur die bösen Jungs, die eh wissen, wie sie die Kontrollen umgehen, werden damit erwischt werden.


    Ich bin kein Verschwörungsfanatiker, aber finde es geht niemanden etwas an wo ich mich im Internet bewege. Es geht auch niemanden etwas an, wen ich wann treffe und mit wem ich rede.

  • Denke mal mit den Straftaten ist nur ein Teilaspekt.
    Sobald es nicht mehr illegal ist Daten zu speichern, wird es auch Zugriffe von allen möglichen Seiten (hoffentlich nicht auch privaten) geben. Dann schaut das Finanzamt was Du bei wem bestellt hast und wie Du bezahlt hast oderfraht sich warum Du jeden Tag auf MSD rumhöngst und mit wem Du von dort schreibst usw. Auf die Konten können sie eh schon weltweit zugreifen.....

    Ok, es gilt immer: Wer nichts zu verbergen hat, braucht das auch nicht. Aber sind wir wirklich alle diese Engelchen, die nie mal über die Strenge schlagen ? :) und glaube, dass nur die bösen Jungs, die eh wissen, wie sie die Kontrollen umgehen, werden damit erwischt werden.


    Ich bin kein Verschwörungsfanatiker, aber finde es geht niemanden etwas an wo ich mich im Internet bewege. Es geht auch niemanden etwas an, wen ich wann treffe und mit wem ich rede.

    Da fängt das Missverständnis schon an. Vorratsdaten sind nicht gleich Inhalte.

  • Wie soll das funktionieren? Mit VPN kann mein Provider nur sehen, welchen VPN ich genutzt habe, aber nicht welche Seiten ich aufgerufen habe. Für den Auskunftsanspruch gegenüber dem VPN-Anbieter kommt es drauf an, wie schnell die ermittelnde Behörde ist. Entscheidend ist doch, dass die im Artikel kritisierte Nutzung der Daten für Bagatellthemen verhindert wird, zum VPN-Anbieter wird man nur gehen, wenn es um Straftaten geht...

    Du hast das falsch verstanden. Ich habe damit gerade gemeint, dass ohne Nutzung von VPN - wie bei den meisten bislang - auch ohne die böse Vorratsdatenspeicherung die Daten schon vorhanden sind. Nämlich beim Provider.

  • VPNs verschlüsseln Daten, die zwischen dem Gerät des Benutzers und dem VPN-Server übertragen werden. Diese Verschlüsselung macht es außenstehenden Dritten, einschließlich Internetanbietern und Überwachungsbehörden, extrem schwer, den Inhalt der Daten einzusehen. Selbst wenn die Daten abgefangen werden, bleiben sie ohne den entsprechenden Entschlüsselungsschlüssel unlesbar. Dazu verbirgt VPN die tatsächliche IP-Adresse des Nutzers und ersetzt sie durch die IP-Adresse des VPN-Servers. Dies erschwert es, Online-Aktivitäten einer spezifischen Person zuzuordnen, da die sichtbare IP-Adresse nun viele Nutzer repräsentieren kann, die den gleichen VPN-Server verwenden, nennt man IP-Maskierung.Der Provider hat zwar die Verbindungsdaten, kann mit ihnen aber nichts anfangen. Gute VPN Provider löschen zudem die bei ihnen gespeicherten Daten täglich. Wenn zudem nicht der Name-Server des Providers genutzt wird, ist das dann schon schwierig nachzuverfolgen wer was im I_Net macht. Die Platzhirsche Nord-VPN und Cyberghost tunneln zusätzlich die Daten durch ein zweites VPN.Vorteil doppelte Verschlüsselung, aber leider auch etwas weniger Speed.DAfür kann man aber auch ohne Probleme Netflix u.a. aus anderen Ländern anschauen :)

  • VPNs verschlüsseln Daten, die zwischen dem Gerät des Benutzers und dem VPN-Server übertragen werden. Diese Verschlüsselung macht es außenstehenden Dritten, einschließlich Internetanbietern und Überwachungsbehörden, extrem schwer, den Inhalt der Daten einzusehen. Selbst wenn die Daten abgefangen werden, bleiben sie ohne den entsprechenden Entschlüsselungsschlüssel unlesbar. Dazu verbirgt VPN die tatsächliche IP-Adresse des Nutzers und ersetzt sie durch die IP-Adresse des VPN-Servers. Dies erschwert es, Online-Aktivitäten einer spezifischen Person zuzuordnen, da die sichtbare IP-Adresse nun viele Nutzer repräsentieren kann, die den gleichen VPN-Server verwenden, nennt man IP-Maskierung.Der Provider hat zwar die Verbindungsdaten, kann mit ihnen aber nichts anfangen. Gute VPN Provider löschen zudem die bei ihnen gespeicherten Daten täglich. Wenn zudem nicht der Name-Server des Providers genutzt wird, ist das dann schon schwierig nachzuverfolgen wer was im I_Net macht. Die Platzhirsche Nord-VPN und Cyberghost tunneln zusätzlich die Daten durch ein zweites VPN.Vorteil doppelte Verschlüsselung, aber leider auch etwas weniger Speed.DAfür kann man aber auch ohne Probleme Netflix u.a. aus anderen Ländern anschauen :)

    Korrekt ;)

  • Du hast das falsch verstanden. Ich habe damit gerade gemeint, dass ohne Nutzung von VPN - wie bei den meisten bislang - auch ohne die böse Vorratsdatenspeicherung die Daten schon vorhanden sind. Nämlich beim Provider.

    Das ist aber Unsinn, bei der Vorratsdatenspeicherung geht es ja darum, ob und wie lange der Provider die Daten speichern darf und muss.

  • Du hast leider gar keine Ahnung. Die Provider speichern die Daten jetzt schon allerdings unterschiedlich lange. Das Ziel ist, dass die Daten einen einheitlich langen Zeitraum gespeichert werden, damit die Strafverfolgungsbehörden darauf zugreifen können. 3 Tage oder 1 Woche ist zu kurz. Die Daten können auch jetzt bereits erhoben werden. Und nochmal: Es geht nicht um Inhalte.

  • Die Provider speichern die Daten jetzt schon allerdings unterschiedlich lange. Das Ziel ist, dass die Daten einen einheitlich langen Zeitraum gespeichert werden, damit die Strafverfolgungsbehörden darauf zugreifen können. 3 Tage oder 1 Woche ist zu kurz.

    Die verpflichtende Speicherung dieser Daten durch den Provider (durch wen sonst?) über einen längeren Zeitraum (Vorratsdatenspeicherung) hat das Verfassungsgericht verboten. Es gibt diese Daten also nicht lang genug, damit die Behörden noch darauf zugreifen können.
    Nur nebenbei gesagt: Auch wenn hier nur die Verbindungen, welche Websites wurden durchsucht, gespeichert wird. Gibt es andere Dienste, die auch die Inhalte erfassen. Aktuell wird das -m.W. erstmals- in einem Gerichtsverfahren in D als Beweismittel eingeführt.

  • Die verpflichtende Speicherung dieser Daten durch den Provider (durch wen sonst?) über einen längeren Zeitraum (Vorratsdatenspeicherung) hat das Verfassungsgericht verboten. Es gibt diese Daten also nicht lang genug, damit die Behörden noch darauf zugreifen können.
    Nur nebenbei gesagt: Auch wenn hier nur die Verbindungen, welche Websites wurden durchsucht, gespeichert wird. Gibt es andere Dienste, die auch die Inhalte erfassen. Aktuell wird das -m.W. erstmals- in einem Gerichtsverfahren in D als Beweismittel eingeführt.

    Hier liegt ja der Hund begraben.

    Der EUGH ist eingeknickt und erlaubt nun die Weitergabe der Verbindungsdaten an die Behörden.

    Sprich EU Recht überstimmt Nationales Recht. Über kurz oder lang wird es dann Nationale Vorschriften zur längeren Datenspeicherung und mehr oder weniger automatischem Abruf bei dem Providern geben. Frau Faeser ist da ja schon lange ein Befürworter von.


    Die erwähnten separaten Dienste z.B. Google Analytics o.ä. aber auch Website Anbieter mit ihren eigenen Speichern, basieren immer auf der IP-Adresse. Ist diese durch einen VPN nicht Rückverfolgbar und Anonymisiert, dann nützt auch diese Speicherung nicht.

  • Die verpflichtende Speicherung dieser Daten durch den Provider (durch wen sonst?) über einen längeren Zeitraum (Vorratsdatenspeicherung) hat das Verfassungsgericht verboten. Es gibt diese Daten also nicht lang genug, damit die Behörden noch darauf zugreifen können.
    Nur nebenbei gesagt: Auch wenn hier nur die Verbindungen, welche Websites wurden durchsucht, gespeichert wird. Gibt es andere Dienste, die auch die Inhalte erfassen. Aktuell wird das -m.W. erstmals- in einem Gerichtsverfahren in D als Beweismittel eingeführt.

    Nein, das Speichern der Verkehrsdaten ist nicht verboten und es gibt auch kein Gerichtsverfahren dazu. Und nein, die Behörden können auf der Grundlage des 100g stpo auch jetzt schon drauf zugreifen. Inhalte sind ein anderes Gebiet. Ich höre jetzt aber auf, es ist wie immer, gesundes Halbwissen wird mit großer Inbrunst vorgetragen

    Sorry.

  • Ich nutze seit geraumer Zeit meistens einen VPN-Dienst. Sofern man sich für eine kostenpflichtige Variante entscheidet, sind für mich eventuelle Geschwindigkeitseinbußen vernachlässigbar.


    Man sollte nur nicht dem Irrtum unterliegen, dass diese eine hundertprozentige Anonymität garantieren. Sicherheitslücken wurden auch da schon bei den großen Playern entdeckt.

  • "Wer nichts zu verbergen hat,..." ist so ein gerne vorgebrachtes Totschlagargument. Im Rahmen der mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten will ich schon Einfluss darauf nehmen, wer meine Daten sammeln und zusammenführen kann - mögen sie jeweils für sich genommen auch wenig senisibel sein.


    Das Erstellen von Nutzerprofilen wird sich nicht verhindern lassen, wenn man sich sehr viel online bewegt, aber ich nehme mir selbstverständlich das Recht heraus, es all den Sammelwütigen zu erschweren. Darin sehe ich auch keinerlei Paranoia.

  • Im Rahmen der mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten will ich schon Einfluss darauf nehmen, wer meine Daten sammeln und zusammenführen kann - mögen sie jeweils für sich genommen auch wenig senisibel sein.

    Und das unterbindet ein VPN auch nicht komplett. Ein VPN verschleiert nur Eure IP Adresse. Durch Logins und Cookies etc. seid Ihr bei div. Anbietern logischerweise trotzdem noch identifizierbar und Eure Aktivitäten können in einem Profil zusammengeführt werden.

    Und was Google und Facebook kann, kann theoretisch auch eine staatliche Organisation.

  • Ich kann Cyberghost empfehlen. Da gibts im Internet auch ständig 70-90% Rabattaktionen.


    Ich nutze VPNs allerdings nur selten. Soll Nancy doch wissen auf welchen Pornoseiten surfe. Pflege auch meine Google Lesezeichen und Verlauf um gute Clips/Seiten wiederzufinden. Ist ja nicht verboten.


    Lediglich bei Geoblocking nutze ich VPN (um Streamingdienste für 1€/Monat in Indien zu kaufen)

  • Zumindest ein wenig zum Schutz vor dem Sammeln von zu viel Daten kann es auch beitragen, mehrere Browser zu verwenden und Cookies regelmäßig zu löschen. Man muss auch nicht aus reiner Bequemlichkeit alle Cookies akzeptieren.


    Verhindern lässt sich natürlich auch damit nicht die Erstellung eines Nutzerprofiles, aber dessen Aussagekraft ist eben geringer.

  • Kommt halt darauf an vor wem man sich schützen will. Für Big Tech aus den USA bin ich nur eine Nummer mit der man Geld verdienen kann. Denen ist völlig egal was ich im Internet mache. Schaut sich auch kein Mensch an.


    Wenn es Geheimdienste tatsächlich auf einen abgesehen haben, schützt auch ein VPN und Co nicht mehr.


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