Ich glaube der entscheidende Unterschied liegt vielleicht zwischen:
"Sie braucht mehr als Geld, um ihre Probleme dauerhaft zu lösen"
und
"Deshalb sollte sie mich ihre Probleme für sie lösen lassen."
Der erste Satz kann vollkommen richtig sein. Der zweite folgt daraus nicht. Wahrscheinlich liegt genau da eine wichtige Grenze.
Und dann entsteht noch was anders: Problemösen kann selbst emotional belohnend sein. Man wird gebraucht. Man hat Bedeutung. Man kann etwas bewirken. Und bei einer erheblich jüngeren Frau kann daraus sehr leicht das Gefühl entstehen: Ich bin nicht nur der Mann, der sie finanziell unterstützt, sondern ich bin derjenige, der ihr Leben stabilisiert.
Das kann enorm verbindend wirken.
Eine gute Leitlinie wäre deshalb vielleicht:
Helfen: ja. Unterstützen: ja. Rat anbieten: ja. Aber nicht automatisch Verantwortung für die Lösung übernehmen wollen.
Vllt schützt das sogar die Sugarbeziehung. Denn wenn man gleichzeitig Geldgeber, Finanzberater, Krisenmanager, Lebenscoach und Retter wird, wird irgendwann kaum noch erkennbar, ob sie mich als Mann braucht oder mein komplettes "Versorgungssystem".