Alltägliche und nicht-alltägliche Situationen mit den jungen Damen

  • Ich glaube der entscheidende Unterschied liegt vielleicht zwischen:


    "Sie braucht mehr als Geld, um ihre Probleme dauerhaft zu lösen"

    und

    "Deshalb sollte sie mich ihre Probleme für sie lösen lassen."


    Der erste Satz kann vollkommen richtig sein. Der zweite folgt daraus nicht. Wahrscheinlich liegt genau da eine wichtige Grenze.


    Und dann entsteht noch was anders: Problemösen kann selbst emotional belohnend sein. Man wird gebraucht. Man hat Bedeutung. Man kann etwas bewirken. Und bei einer erheblich jüngeren Frau kann daraus sehr leicht das Gefühl entstehen: Ich bin nicht nur der Mann, der sie finanziell unterstützt, sondern ich bin derjenige, der ihr Leben stabilisiert.


    Das kann enorm verbindend wirken.


    Eine gute Leitlinie wäre deshalb vielleicht:

    Helfen: ja. Unterstützen: ja. Rat anbieten: ja. Aber nicht automatisch Verantwortung für die Lösung übernehmen wollen.


    Vllt schützt das sogar die Sugarbeziehung. Denn wenn man gleichzeitig Geldgeber, Finanzberater, Krisenmanager, Lebenscoach und Retter wird, wird irgendwann kaum noch erkennbar, ob sie mich als Mann braucht oder mein komplettes "Versorgungssystem".


  • Wahre Worte und empirisch selbst erlebt... Probleme für einen anderen jungen Menschen zu lösen, kann sehr befriedigend sein. Nicht nur, weil man etwas Gutes tut, sondern weil es psychologisch etwas zurückgibt 😊 Diese Dankbarkeit und dazu dann der gute Sex. Das bindet enorm.


    Besser ist: Ich kann ihr helfen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sie ihre Probleme selbst löst.


    Ich habe bereits den Fehler gemacht, dies nicht zu beachten und war emotional "tief drin" und gebunden. Das werde ich nie vergessen, es war heftig und ich habe lange benötigt um mich komplett von ihr zu lösen - und sie auch von mir. Sie "mögen" und schätzen ist gut. Zuneigung entwickeln, ok. Aber solche schweren Fehler und ihr gesamtes Leben zu "managen" mache ich künftig hoffentlich nicht mehr.

  • Das Problem ist, die meisten Frauen glauben das sie ihre Probleme alleine lösen können , sie nur das Geld brauchen.

    Aber das ist ein Trugschluss, wenn ich mich nicht mit meinen Fehlern beschäftige und versuche andere Strukturen aufzubauen, wird das nichts.
    Das ist absolut richtig.
    Und jeder "ältere Mann" hier hat versucht "zu regeln, zu machen und zu tun..."

    Meist - nicht immer (aber diese Ausnahme ist selten - geht das nach hinten los.

    Die Merksätze aus dem Manosphere (phon, Slang):
    - Beta bux, but Alpha fucks

    - Woman want to play the game (they dont want it explainted)


  • Bro, deine Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich finde es schön, dass du so eine gute Zeit mit einer jungen Frau verbringen konntest. Aber eine Sache habe ich nicht ganz verstanden: Du hast gesagt, dass du sie erst ein paar Wochen zuvor kennengelernt hattest und sie dann schon bereit war, zu dir zu kommen und den Abend mit dir zu verbringen. Gab es einen bestimmten Grund, warum sie so schnell zugesagt hat? Ich frage, weil ich einmal eine ähnliche zufällige Freundschaft mit einem Mädchen hatte. Nach etwa einer Woche habe ich sie gefragt, ob sie mit mir einen Kaffee trinken gehen möchte. Sie meinte, dass sie noch etwas Zeit brauche. Nach ein oder zwei weiteren Wochen habe ich es noch einmal versucht, aber sie hat trotzdem nicht Ja gesagt. Vielleicht hast du also irgendeinen Trick angewendet, haha. Oder vielleicht mochte diese junge Frau dich einfach schon von Anfang an und hat sich bei dir direkt wohlgefühlt.

  • Bro, deine Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich finde es schön, dass du so eine gute Zeit mit einer jungen Frau verbringen konntest. Aber eine Sache habe ich nicht ganz verstanden: Du hast gesagt, dass du sie erst ein paar Wochen zuvor kennengelernt hattest und sie dann schon bereit war, zu dir zu kommen und den Abend mit dir zu verbringen. Gab es einen bestimmten Grund, warum sie so schnell zugesagt hat? Ich frage, weil ich einmal eine ähnliche zufällige Freundschaft mit einem Mädchen hatte. Nach etwa einer Woche habe ich sie gefragt, ob sie mit mir einen Kaffee trinken gehen möchte. Sie meinte, dass sie noch etwas Zeit brauche. Nach ein oder zwei weiteren Wochen habe ich es noch einmal versucht, aber sie hat trotzdem nicht Ja gesagt. Vielleicht hast du also irgendeinen Trick angewendet, haha. Oder vielleicht mochte diese junge Frau dich einfach schon von Anfang an und hat sich bei dir direkt wohlgefühlt.

    Bro, ganz wichtig ist es, die Hose zuzulassen, wenn Du nach einem Date frägst 🤭.

  • Bro, deine Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich finde es schön, dass du so eine gute Zeit mit einer jungen Frau verbringen konntest. Aber eine Sache habe ich nicht ganz verstanden: Du hast gesagt, dass du sie erst ein paar Wochen zuvor kennengelernt hattest und sie dann schon bereit war, zu dir zu kommen und den Abend mit dir zu verbringen. Gab es einen bestimmten Grund, warum sie so schnell zugesagt hat? Ich frage, weil ich einmal eine ähnliche zufällige Freundschaft mit einem Mädchen hatte. Nach etwa einer Woche habe ich sie gefragt, ob sie mit mir einen Kaffee trinken gehen möchte. Sie meinte, dass sie noch etwas Zeit brauche. Nach ein oder zwei weiteren Wochen habe ich es noch einmal versucht, aber sie hat trotzdem nicht Ja gesagt. Vielleicht hast du also irgendeinen Trick angewendet, haha. Oder vielleicht mochte diese junge Frau dich einfach schon von Anfang an und hat sich bei dir direkt wohlgefühlt.


    😂 SingleMalt71 Das könnte tatsächlich ein entscheidendes Detail gewesen sein.


    Charli09 Einen besonderen Trick gab es eigentlich nicht. Wir kannten uns damals zwar erst ein paar Wochen, hatten aber in dieser kurzen Zeit schon ziemlich viel Kontakt. Ich hatte ihr bei einigen Dingen geholfen – mit Papieren, Behörden und anderen Sachen, nicht nur finanziell – und wir hatten uns einfach von Anfang an gut verstanden.

    Ich glaube deshalb, dass sie sich bei mir schon ziemlich sicher und wohlgefühlt hat. Als ich sie spontan gefragt habe, ob sie Lust auf Netflix und etwas zu essen hat, war das für sie wahrscheinlich gar kein großer Schritt mehr.


    Mittlerweile sind wir übrigens tatsächlich befreundet. Wir sehen uns kaum noch, weil sie sehr viel arbeitet, haben aber immer noch Kontakt. Sie ist wirklich eine Süße. 😊


    Einen „Trick“, mit dem man das auf deine Situation übertragen könnte, kenne ich leider nicht. Wenn eine Frau nach mehreren Einladungen sagt, dass sie noch Zeit braucht, würde ich ihr die vermutlich einfach geben. Sympathie und Vertrauen lassen sich schlecht beschleunigen.

  • ja etwas unverbindliche Hilfe ist immer eine gute vertrauensbildende Maßnahme

    Ich muss sie leider ändern, den ein Mitleser hier meinte und ich zitiere ihn :

    "alle anderen sind unwürdig" ich denke so viel Selbsterkenntnis ist das wert 8):saint:

  • Ja, das stimmt. Ich habe ihr auch Zeit gegeben, aber sie hat trotzdem nicht zugestimmt. Vielleicht liegt es daran, dass sie einen Freund hat und ihn wirklich liebt. Vielleicht ist sie ihm einfach treu und gibt niemand anderem diese Art von Priorität.

    Ja, das stimmt. Ich habe ihr auch Zeit gegeben, aber sie hat trotzdem nicht zugestimmt. Vielleicht liegt es daran, dass sie einen Freund hat und ihn wirklich liebt. Vielleicht ist sie ihm einfach treu und gibt niemand anderem diese Art von Priorität.

  • Nach den vielen Diskussionen hier über Kontraste, Energie und Erwartungshaltungen, hier eine kleine Anekdote. Gestern hatte ich ein Date, das mir wieder einmal deutlich gezeigt hat, wo die feine Grenze zwischen Lebendigkeit und Überforderung verläuft...


    Zu viel des Guten... wenn Leidenschaft anstrengend wird.


    Ich mag Frauen mit starkem Charakter, mit Power, mit Leidenschaft… aber das war mir dann doch zu viel des Guten.


    Erstes Date mit einer hübschen Latina, die in einer Bar arbeitet. Angeblich sucht sie einen SD und hatte bereits zwei SDs in der Vergangenheit. Mittlerweile traue ich solchen Aussagen nicht mehr so richtig. Denn das habe ich schon öfters von anderen Frauen gehört oder gelesen, und schlussendlich hat sich herausgestellt, dass sie tatsächlich keine Ahnung von Sugardating haben.


    Wir trafen uns an ihrem Arbeitsplatz. Sie schrieb, dies wäre kein Problem, denn sie könne sich auch während der Arbeit ein bisschen Zeit freinehmen. Die Bar war nachmittags ziemlich leer. Ihr Chef war da, eine Kollegin von ihr, und kein Kunde weit und breit.


    Sie begrüsste mich mit einem grossen Lächeln. Man sah ihr ihre Begeisterung schon an. Wir setzten uns an einen Tisch, etwas weiter entfernt. Ich bestellte uns zwei Gläser Champagner. Witzig war, dass ihre Kollegin mich mehrmals anlächelte, während wir uns unterhielten. Irgendwann habe ich ihrer Kollegin auch etwas zu trinken spendiert. Bin ja nicht knauserig. 😂


    Sie erzählte mir, sie sei erst vor Kurzem hergezogen und habe früher u. a. in Italien und in der Schweiz gearbeitet. Sie habe eine Ausbildung in der Hotellerie abgeschlossen. Aber in Italien wären die Löhne eine Katastrophe. In der Schweiz hingegen konnte sie locker bis zu 2k pro Woche verdienen (mit dem Trinkgeld der Kunden). In der Schweiz habe sie auch einen SD gehabt, den sie ab und zu getroffen hab. Witzig fand ich ihre Erzählung, wie sie ihn einmal besucht und ihm unterm Bürotisch einen geblasen habe, während er in einem Videomeeting war.


    Faszinierend fand ich allerdings, dass sie sich selbst mehrere Fremdsprachen beigebracht hat, ohne jemals einen Sprachkurs besucht zu haben. Da sie Musik liebt, ging sie jeden Tag in ein Cybercafé und hat dort die Texte verschiedener Songs ausgedruckt und mit nach Hause genommen. Und so hat sie nach und nach Englisch, Französisch und Deutsch gelernt. Sie spricht zwar nicht fliessend, aber dennoch versteht man sie sehr gut.


    Während wir etwas tranken und uns unterhielten, habe ich gemerkt, wie sehr sie körperlich „sprach“: Sie lehnte sich immer mehr zu mir hin, nahm meine Hand, legte ihre Hand auf mein Bein oder ihren Kopf, während sie lachte, kurz auf meine Schulter.


    Irgendwann wurde mir „warm“, muss ich sagen. Irgendwie bekam sie es hin, mich zu erregen. Und so fragte ich sie, ob wir nicht woanders hingehen könnten. Und da bot sie etwas an, was ich gar nicht erwartet hatte. Sie sagte, wir könnten nach hinten gehen, dorthin, wo das Barpersonal seine Pausen macht. Da wären wir alleine. Ich stellte mir bildlich vor, wie das wäre, wenn ihr Chef oder ihre Kollegin dann reinkäme… 😂


    Wir unterhielten uns dort im „Pausenraum“ weiter. Die Stimmung war echt gut. Und dann wurde es unerwartet sehr, sehr heiss … Wir hatten beide Lust auf mehr als nur Reden. Sie sagte aber, wir dürften uns nicht ausziehen, denn es könnte ja jemand reinkommen und uns sehen. Wir hatten also Sex halb angezogen. 😂 Sie war so erregt (noch viel mehr als ich anscheinend), dass sie nach ein paar Minuten einen Orgasmus hatte und danach eine Pause brauchte. Ich war zwar erregt, aber die Situation, dass jederzeit jemand reinkommen könnte, war schon etwas komisch.


    Irgendwann drehte sich mir der Kopf. Zu viel Champagner. Zu viel Begeisterung ihrerseits. Ich mag zwar Südländerinnen, auch Latinas mag ich sehr. Aber ich fragte mich, ob sie nicht zu viel Energie für mich hat.


    Sie wollte, dass wir uns abends, wenn sie Feierabend hat, noch einmal treffen. Aber ich war ehrlich gesagt schon total erschöpft von diesem intensiven ersten Treffen, das total unerwartet verlaufen war.


    Die Anziehung scheint stark gewesen zu sein und wir haben uns körperlich gut verstanden. Aber begeistert hat mich viel weniger der spontane Sex mit ihr als ihre Geschichte mit dem Cybercafé. Dass sie Liedtexte ausgedruckt, übersetzt und dadurch selbstständig mehrere Sprachen gelernt hat. Ich finde, dahinter stecken Eigeninitiative, Neugier, Ausdauer und eine gewisse praktische Intelligenz. Sie hat sich einen eigenen Weg gesucht, etwas zu lernen, das sie für ihr Leben gebrauchen kann.


    Und dennoch…


    Ich schätze die Lebendigkeit jüngerer Frauen sehr. Gerade bei F. zum Beispiel fasziniert mich immer wieder ihre jugendliche Energie. Ich mag intensive Erlebnisse. Aber das bedeutet nicht, dass ich dauerhaft mit einem „Energiebündel“ zusammen sein möchte.


    Bei ihr war mir die Intensität einfach zu gross.


    Sie fand mich attraktiv, interessant, sympathisch und offenbar auch sexuell anziehend (sonst hätten wir keinen spontanen Sex im Pausenraum gehabt), wollte mich sofort wiedersehen, aber ich denke, sie hat vor allem auf ihren ersten Eindruck reagiert und auf das Bild, das sie sich von mir gemacht hat. Auf das, was ich in ihr ausgelöst habe, und weniger darauf, wie es mir selbst dabei ging.


    Sie hat nicht einmal gemerkt, dass ich irgendwann erschöpft war. Sie war regelrecht euphorisch.


    Ich mag leidenschaftliche Frauen, ungewöhnliche Persönlichkeiten, Spontaneität und dieses Gefühl, dass plötzlich etwas Aufregendes passiert. Aber bei ihr zeigte sich gestern die Grenze dieses Bedürfnisses.


    Ich möchte nicht ständig von einer Frau bewundert werden. Ich möchte auch einmal still sein dürfen. Ich möchte nicht, dass eine Frau nur begeistert von mir ist. Ich möchte auch, dass sie bemerkt, wenn ich müde bin, nachdenklich bin oder einen ruhigeren Moment brauche. Und ich will mich nicht die ganze Zeit auf ihre Energie einstellen müssen.


    Aus einem anfänglich schönen ersten Date wurde so allmählich eine Anstrengung.


    Und als ich endlich wieder allein im Auto sass, war ich ehrlich gesagt froh, einfach nur meine Ruhe zu haben.


    Und das Verrückte daran? Heute Abend treffe ich F. wieder. Wir gehen zusammen auf ein Rap-Konzert, und ich freue mich schon darauf. Vielleicht klingt das jetzt widersprüchlich. 😂 Naja, ein bisschen Selbstironie muss auch sein.


    Kann mir gerade den nächsten Kommentar vorstellen: "Du beschwerst dich über zu viel Energie bei der Latina von gestern und gehst am nächsten Abend mit F. auf ein Rap-Konzert? Dir ist wirklich nicht mehr zu helfen!" 😂

  • Ja, eine Latina ist schon ein besonderer Typ Frau.

    Ich hatte gestern mein 2. Treffen mit einer jungen Dame, die anscheinend und hoffentlich mein nächstes SB wird.

    Unfassbare Energie in allen Lebensbereichen, sehr straight auf ihrem beruflichen Weg aber dennoch sprunghaft. Sehr reife Ansichten und durchaus Weitblick und das mit 22...

    Mal sehen wie es sich entwickelt.

  • Ja, eine Latina ist schon ein besonderer Typ Frau.

    Ich hatte gestern mein 2. Treffen mit einer jungen Dame, die anscheinend und hoffentlich mein nächstes SB wird.

    Unfassbare Energie in allen Lebensbereichen, sehr straight auf ihrem beruflichen Weg aber dennoch sprunghaft. Sehr reife Ansichten und durchaus Weitblick und das mit 22...

    Mal sehen wie es sich entwickelt.

    ja all diese Eigenschaften kann eine 22 jährige haben und auch eine 20 jährige schon, das wird ja immer gern von unseren "alt" SB bestritten die ja meinen unter 40 ist man keine Frau ;)^^

    Ich muss sie leider ändern, den ein Mitleser hier meinte und ich zitiere ihn :

    "alle anderen sind unwürdig" ich denke so viel Selbsterkenntnis ist das wert 8):saint:

  • Ja, eine Latina ist schon ein besonderer Typ Frau.

    Ich hatte gestern mein 2. Treffen mit einer jungen Dame, die anscheinend und hoffentlich mein nächstes SB wird.

    Unfassbare Energie in allen Lebensbereichen, sehr straight auf ihrem beruflichen Weg aber dennoch sprunghaft. Sehr reife Ansichten und durchaus Weitblick und das mit 22...

    Mal sehen wie es sich entwickelt.

    Ja, Latinas sind schon was Besonderes. Ich hatte bereits mehrere Beziehungen mit Latinas, sowohl im Sugardating als auch außerhalb davon. Aber diese hier hat wirklich alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt!

    Unser erstes Date hat gefühlt nicht einmal drei Stunden gedauert. Aber ich war danach nicht einfach nur müde oder ein bisschen erschöpft. Ich war vollkommen fix und fertig! 😂


    Drücke dir jedenfalls fest die Daumen für dein neues SB. Klingt nach einer spannenden Mischung aus Zielstrebigkeit und Weitblick. Halte uns auf dem Laufenden, wie es sich entwickelt.

  • Von verpatzten Clubtüren, fliegenden Fäusten und der leisen Magie im Wäschekorb


    Die Vornamen der beteiligten Personen wurden geändert.


    Die Kulisse: Samstagabend. Wer meine Anekdote gelesen hat, erinnert sich vielleicht: Ich hatte mich tags zuvor noch darüber beklagt, wie mich die überschäumende Energie einer temperamentvollen Frau nach wenigen Stunden vollkommen erschöpft zurückließ.


    Und was mache ich am nächsten Abend? Ich ziehe mit Flavie und ihren Mädels auf ein französisches Rap-Konzert. Manchmal muss man über die eigenen Widersprüche einfach selbst schmunzeln. 😉


    Gegen 23 Uhr hole ich zuerst Flavie und ihre Freundin Jess ab. Anschließend fahren wir gemeinsam weiter, um Flavies Schwester einzusammeln. Die Schwester hat ein kleines Kind, bringt es noch zur Großmutter und freut sich sichtlich, mal wieder auszugehen. Die Mädels haben sich richtig herausgeputzt – teilweise in erstaunlich kurzen Röcken. Ich selbst bin auf Flavies ausdrücklichen Wunsch hin sehr elegant gekleidet.


    Flavie nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt mir im Auto beiläufig aus ihrer Familiengeschichte: von vielen Geschwistern, verschiedenen Väter-Konstellationen und Ärger mit der Polizei. Man sitzt daneben und blickt auf eine völlig andere Realität als die eigene.


    Die Abweisung und das Weihnachtsbaum-Fahrrad


    Vor dem ersten Club stehen wir in der eisigen Nacht. Die Frauen frieren in ihren schicken Outfits, die Jungs in der Schlange tragen T-Shirts und Schluffi-Hosen.


    Und dann passiert es: Mit 55 Jahren werde ich zum ersten Mal in meinem Leben an einer Clubtür abgewiesen! Kein Stammgast, keine Reservierung, keine Chance. Ein herrlich amüsanter Dämpfer für das eigene Ego. 😂


    Also Plan B: Ein anderer Club. Doch vorher muss Jess sich umziehen und ihr Elektrofahrrad bei Flavie abholen. Es folgt eine nächtliche Komödie: Ein gefühlt 30 Kilo schweres Monster von einem E-Bike, das einfach nicht in meinen Kofferraum passen will, während in der Dunkelheit ständig die bunten Lichter am Lenker aufleuchten. Stellt euch einen 55-Jährigen vor, der nachts versucht, ein leuchtendes Schwergewicht ins Auto zu zwängen. Das Rap-Konzert war damit zwar Geschichte, aber die Nacht lief längst nach eigenen Regeln.


    Die zwei Welten in der Stadt


    Bevor wir im Club landen, steht noch ein Stopp an, um etwas zum Rauchen zu besorgen. Wir warten vor riesigen Wohnblöcken – graue Betonklötze ohne Balkon oder Grün. Ich passe optisch null in diese Kulisse. Doch ich spüre keinen Unmut, sondern schlicht die Faszination für diesen gewaltigen sozialen Kontrast zu meinem eigenen Umfeld.


    Um drei Uhr morgens schließlich der Club. Wodka-Red-Bull, unruhige Blicke und Flavies kleiner Besitzanspruch. Später treffen wir im Club auch noch Noémie, die Schwester von Jess. Als mich eine Frau im Club etwas länger ansieht, gibt es von Flavie sofort die gewohnte Eifersuchtsszene. Ich habe nur gelächelt, aber sie stellt klar: Der gehört zu mir. 😂


    Das Drama vor der Galeria


    Um fünf Uhr morgens spuckt der Club die Menschenmasse auf die Straße. Vor den Schaufenstern der Galeries trifft Flavies Schwester auf eine Frau, mit der sie noch eine alte Rechnung offen hat. Innerhalb von Sekunden bricht das Chaos aus: Verbaler Streit, dann fliegen richtig die Fäuste, Kleider und Schmuck reißen.


    Während Diebe in der Aufregung die Sachen der Mädels ins Visier nehmen, stehe ich zehn Meter abseits. Ich kenne solche aufgeladenen Situationen. Ich verfalle weder in Panik noch spiele ich den Helden. Ich schätze die Lage ein, spreche die Security an und telefoniere mit der Polizei.


    Flavies Handy verschwindet in dem Getümmel kurzzeitig ebenfalls, taucht durch ihre Kontakte auf der Straße aber glücklicherweise wieder auf. Das Handy ihrer Schwester und deren Handtasche bleiben allerdings spurlos verschwunden.


    Was folgt, ist das Chaos danach: Flavies Schwester völlig aufgelöst und unter Tränen wegen ihres verlorenen Handys und des Schlüssels. Jess kümmert sich sehr liebevoll um sie und versucht zu trösten. Und schließlich die Aktion im Auto, um sechs Uhr morgens die Bankkarten zu sperren – was gar nicht so einfach ist, wenn die Betroffene vor lauter Schock nicht einmal mehr den Namen ihrer Bank weiß.


    Sperre für die eigene Nummer


    Schon auf der Fahrt nach dem Club, als wir Flavies Schwester bei sich abgeliefert hatten und mit Flavie auf dem Weg zu mir waren, klingelte ständig mein Handy. Flavies Schwester versuchte verzweifelt anzurufen (sie hatte Flavies Handy mitgenommen).


    Irgendwann war Flavie genervt von dem Dauerklingeln. Was macht sie? Sie nimmt mein Handy und blockiert kurzerhand die Anrufernummer – also ihre eigene Telefonnummer! Ich musste herzlich lachen. Typisch Flavie: Wenn sie etwas stört, sucht sie die schnellste, unkomplizierteste Lösung. Problem gelöst. (Später habe ich die Sperre natürlich wieder aufgehoben und der Schwester geschrieben, dass alles in Ordnung ist).


    Die Schlafszene und der Wäschekorb


    Als wir gegen zehn Uhr morgens endlich bei mir ankommen, sind wir seit elf Stunden auf den Beinen. Flavie zieht sich ein langes weißes Shirt von mir an, später gebe ich ihr noch eine meiner Jogginghosen.


    Und genau in diesem Moment geschieht die für mich stärkste Szene der ganzen Nacht:


    Sie nimmt ihre schicken Clubkleider – den kurzen Faltenrock, das enge Top, die Strumpfhose – und legt sie ganz bewusst in meinen Wäschekorb. Dann sagt sie völlig selbstverständlich:


    „Ich lasse meine Sachen einfach hier.“


    Keine Frage. Keine Erklärung.


    Ich musste schmunzeln. Und ich habe mich darüber gefreut. Denn für mich bedeutete dieser kleine Satz vor allem eines: Sie würde wohl wiederkommen.


    Im Bett hantiert sie noch kurz mit ihren Lachgas-Ballons. Ich sage zu ihr: „Chouchou, du musst jetzt schlafen.“ Und dann passiert das Faszinierende: Keine Minute später schläft sie tief und fest ein. Wir schlafen knapp vier Stunden. Nach all der unermüdlichen Energie der Nacht liegt sie einfach da und schläft wie ein Stein.


    Am Nachmittag fahre ich sie zurück nach Hause. Und auch da musste ich wieder lachen: Am Abend zuvor hatte ich eine junge Frau im sexy Cluboutfit und Stiefeln abgeholt. Jetzt saß sie neben mir in meiner Jogginghose, meinem weißen Shirt – und einem Paar weißer Hotelslipper, die ich mir regelmäßig bei Aufenthalten in Luxushotels mitnehme. Die Stiefel wollte sie schlichtweg nicht mehr anziehen.


    Ihre eigenen Sachen lagen währenddessen bei mir im Wäschekorb.


    Mein Fazit:


    Vielleicht liegt genau hier der Unterschied zu meinem Abend mit Mélina: Bei Mélina war ich nach wenigen Stunden erschöpft von der Dauer-Bespaßung. Mit Flavie war ich 12 Stunden im absoluten Chaos unterwegs, habe kaum geschlafen – und fühlte mich emotional dennoch nicht überfordert. Weil man bei ihr keine Rolle spielen muss.


    Den Rapper haben wir übrigens nie gesehen. Aber das war vermutlich das Unwichtigste an dieser ganzen Nacht. 😂


    Na dann, Chouchou. Bis zum nächsten Mal. ❤️

  • Nachtrag: Die Nacht, die bis in die Türverkleidung nachwirkte...

    😂


    Eine kleine Anekdote zum letzten Abenteuer mit Flavie und ihren Mädels.


    Falvies Schwester hatte an jenem Tag offenbar nichts gegessen, dafür im Club aber jede Menge Wodka-Redbull getrunken.


    Irgendwann auf der Heimfahrt, als ich gerade Jess nach Hause fahren wollte, meldet sich vom Rücksitz eine etwas besorgniserregende Stimme:


    "Du, mir geht's nicht gut. Ich glaub', ich muss kotzen."


    Nun befand ich mich gerade an einer Stelle, an der ich nicht einfach anhalten konnte. Also nahm ich den Fuß vom Gas, während Jess ihr mit bewunderswertem Pragmatismus die Lösung präsentierte:


    "Mach einfach das Fenster auf!"


    Gesagt, getan.


    Was dann folgte, werde ich so schnell nicht vergessen.


    Im Rückspiegel sah ich Flavies Schwester, wie sie ihren Kopf aus dem Fenster hielt und minutenlang die nächtliche Straße mit dem Inhalt ihres Magens beglückte.


    Ich fuhr weiter und konnte nur hoffen, dass diese außergewöhnliche Form der Straßenbewässerung bald ein Ende finden würde.


    Heute habe ich mein Auto zur Reinigung gebracht und gedacht, damit sei die Sache erledigt.


    Als ich es wieder abholen wollte, erklärte mir der Mitarbeiter mit ernster Miene und schweißgebadeter Stirn, dass sie leider nicht alles hätten entfernen können.


    "Wissen Sie, wir konnten nicht alles reinigen."


    Die Kotze war durch das offene Fenster bis ins innere der Türverkleidung gelaufen...


    Ich musste dermaßen lachen, weil ich sofort wieder dieses Bild im Rückspiegel vor Augen hatte. 😂 😂


    Jess' pragmatischer Vorschlag, einfach das Fenster zu öffnen, Fannys Schwester, die minutenlang majestätisch in die Nacht "strahlt", und ich am Steuer, der nur noch versucht, die Mädels sicher nach Hause zu bringen.


    Langsam überlege ich ernsthaft, ob ich mir für die Ausflüge mit den Mädels nicht noch ein zusätzliches "Party-Auto" mit abwaschbaren Innenraum und vielleicht einem eingebauten Hochdruckreiniger anschaffen sollte.