Liebe Mitdaddys und Babes,
nach einigen Jahren als SD und vielen Dates, bzw. Bekanntschaften kann ich bisher ein sehr positives Resümee ziehen. Die positiven Erlebnisse überwiegen bei weitem die negativen. Wobei es natürlich Highlights nach oben und unten gibt. Die sind für jeden individuell verschieden und sollen in diesem Beitrag nicht gewertet werden, das bleibt bei einem selbst.
Noch heute halte ich Kontakt zu dem ein oder anderen Babe, in der Regel freundschaftlich, alles darüber hinaus kann ich noch nicht mal an einer Hand abzählen. Was für mich so absolut in Ordnung ist. Aber ich haben ein Erlebnis gehabt, das "verfolgt" mich heute noch und ist etwa drei Jahre her.
Der Kontakt kam über MSD zustande (die wenigsten meiner Babes habe ich allerdings darüber kennengelernt), sie kam aus Frankfurt, also quasi um die Ecke. Wir haben uns dann recht zeitnah zum Essen verabredet. Sie stellte sich als recht unkompliziert, offen und sehr attraktiv heraus, vor allem auf einer gemeinsamen, emotionalen Ebene. Ich mag sowas. Begleitet dann im fortlaufenden Gespräch von ihren privaten (Geld)Sorgen, eine recht schwierige Kindheit (die ich nicht angezweifelt habe), aber auch von ihrem Enthusiasmus, einer immer noch positiven Lebenseinstellung etc.
Die Schwermut kam bei ihr trotzdem immer wieder durch, sicher unbewusst, denn sie hat sich alles Mühe gegeben, einen guten Eindruck zu machen. Sie war damals Studentin, es hat bei ihr an allen Ecken und Enden gefehlt. Finanziell. Emotional. Unterstützung für Kopf, Geist und Muschi.
Als es dann darum ging, wie und ob es überhaupt weitergeht meinte sie, sie würde sich sehr gerne wieder treffen. Aber sie hätte ein Problem. Sie könne sich nicht mehr viel leisten. In dem Moment dachte ich "jetzt kommts...irgendeine fantastische Summe, die sie fordert, für was auch immer..."
Sie meinte dann, ob ich ihr sechs(!) Euro für die S-Bahn geben kann, sie wüsste sonst nicht, wie sie nach Hause kommt. Darüber hinaus hätte sie keine weiteren Vorstellungen und würde alles andere zukünftig mir überlassen. Ich war völlig geschockt. Denn in diesem Moment hat sie sich vollkommen offenbart, auf eine Weise, wie ich das nie machen würde. Keine 50, keine 100, 1000 oder Quadrillionen. Einfach nur sechs Euro. Ich wusste erst gar nicht, was ich sagen soll. Hab sie dann mit dem Taxi nach Hause bringen lassen und ihr 50 Euro einfach so gegeben.
Weitere Treffen habe ich danach abgelehnt, ich konnte damit einfach nicht umgehen. Noch heute muss ich oft an diese Situation denken. Sie tat mir unendlich leid, aber das war mir zu viel "Armut". Ich weiss nicht, wie ich es besser ausdrücken kann, denn das würde ihr nicht gerecht werden.
Was gibt es bei euch, das ihr erlebt und erfahren habt und im Kopf geblieben ist.
Und wie gesagt, es geht nicht darum, Erlebnisse zu werten, das bleibt jedem selbst überlassen, was wichtig ist.
herzliche Grüsse