Anonymität - wann "aufgeben"?

  • Liebe Leute,


    ich hatte berichtet, dass ich im Juni mit viel Geduld eine sehr sympathische, junge Frau gefunden habe, mit der es bis jetzt sehr gut passt.


    Ich kenne ihren Vornamen, die Stadt, in der sie wohnt und ihre Arbeitsstätte (mit schätzungsweise 500 Angestellten) sowie das Kennzeichen ihres Autos. Es spricht extrem viel dafür, dass die Angaben stimmen. Ich könnte also wahrscheinlich, wenn es nötig wäre, ihre Identität ermitteln. Das ist aber überhaupt nicht mein Ansinnen.


    Von mir kennt sie den richtigen Vornamen und mein Autokennzeichen. Wenn sich unsere "Beziehung" erfolgreich in den nächsten Wochen fortsetzt, habe ich eigentlich kein Problem damit, dass sie meinen Klarnamen kennt, wenn sie mir auch ihren nennt (und belegt).


    Wie haltet Ihr das mit den Klarnamen? Wo seht Ihr die Vorteile und wo die Nachteile? Ist das schon mal richtig schiefgelaufen, nachdem Ihr Eure Anonymität aufgegeben habt?


    Vielen Dank für Eure Einschätzung!

  • Ich chatte vorher, da ich eine persönliche Bindung möchte. Dabei erzählt jeder etwas von sich. Ich kenne mein potentielles SB vorher in 50% der Fälle beim Namen. Wenn eine Vertrauensbasis aufgebaut ist, gebe ich normalerweise beim Date meinen Vornamen preis. Dann bin ich aber auch leicht identifizierbar.

    Dieses wurde noch nie von einem SB ausgenutzt. Auch meinerseits wurde nie ein SB bloßgestellt. Betrüger haben es eilig. Sie warten nicht bis nach den Date. Erpressungsversuche habe ich noch nicht erlebt.

    Meine Erfahrung ist eher, dass die SB's, die meinen Namen recherchierten sehr anhänglich werden. Auch, wenn es keine Dates mehr gab, habe ich zu fast allen "Stalkerinnen" nach Jahren noch freundschaftlich-väterlichen Kontakt. Nr einen habe ich abgebrochen, da sie mich für den Idealen Vater ihrer Kinder und Ehemann hielt. Da habe ich dann doch den Rückzieher gemacht.

    Kurzum: Stalkt ein SB, ist sie interessiert. Ist sie interessiert, will sie bei Dir einen guten Eindruck hinterlassen. Das Date wird dementsprechend.

  • Bin da auch relativ offen weil ich so Versteckspielchen nicht mag, sie wiederum kann das dann so steuern wie sie mag aber ab einer gewissen Dauer 2-3 Monate erwarte ich schon das ich mehr von ihr erfahre und mag es gar nicht wenn ich da belogen werde, bekomme ich das mit beende ich es fertig.

    Ich muss sie leider ändern, den ein Mitleser hier meinte und ich zitiere ihn :

    "alle anderen sind unwürdig" ich denke so viel Selbsterkenntnis ist das wert 8):saint:

  • Meine SB kannten alles von mir, dafür gingen die Beziehungen auch immer lange. Wenn man verreist, kann man das schwer verstecken, wie man heisst etc.


    ABER: meine Identität gebe ich erst bekannt, wenn man sich öfter getroffen hat, nicht gleich am Anfang. Wenn man weiss, es läuft gut und man baut ein gewisses Vertrauensverhältnis auf, was für mich bei einer SB-SD Beziehung immer gegen sein sollte.

  • Hmm...ich befürchte ich bin hier noch viel zu vertrauensvoll :( Ich geb relativ schnell Handynummer raus...tippsle immer mit meinem Vornamen...hol auch zum kennenlernen mit der eignen Karre ab....
    Hab ja schon nen Schuss vor den Bug gekriegt...vlt sollte ich mich wirklich mal mehr zurückhalten....

    Idioten werden wir nicht einfach eliminieren können ! Aber lasst uns doch einfach alle Warnschilder entfernen ! ;)

  • wenn das mal nicht schiefgehen kann….


    Habe eine versuchte Erpressung hinter mir, mit Polizei und allem, was dazu gehört. Bin dreimal vor Gericht geladen worden- als „Zeuge“. Zum Glück hat niemand aus meinem Umfeld etwas mitbekommen.

    Und das alles nur, weil ich im Vorfeld so vertrauensselig war, meine wahre Identität zu offenbaren.

  • Anfangs in der Anbahnung/Chat bin ich da auch vorsichtig, obwohl ich nicht erpressbar wäre.

    Aber bei Arrangement redet man eh offen und dann bleibt vieles eh kein Geheimnis. Ist aber bei Vertrauen auch kein Problem. Bei Treffen zu Hause ist eh alles offen. Hatte aber auch schon einzelne Hotelbuchung, die wirklich die (richtigen) Namen nebst Geburtsdatum beider Gäste wollten. Wenn auch Ausnahmefälle....

    Aber mir wurde auch schon berichtet, dass "abservierte" SD beim verheirateten SD Stress..... machten....

  • Ich bin auch der Meinung, dass man nach einer angemessenen Zeit mit offenen Karten spielen kann oder sogar sollte. Sprich das Thema offen bei ihr an und frag sie wie sie dazu steht und diskutiert ggf. auch über ein für und wider. Deinen Namen und deine Adresse zu nennen und zu erwarten, dass sie nachzieht, finde ich zu direkt. Aber es kommt natürlich auch darauf an, was ihr zu Beginn euer Beziehung ausgemacht habt. Soll es ein diskretes, anonymes Abenteuer für beide Seiten sein oder wollt ihr offen zueinander sein?

  • Ich bin auch der Meinung, dass man nach einer angemessenen Zeit mit offenen Karten spielen kann oder sogar sollte. Sprich das Thema offen bei ihr an und frag sie wie sie dazu steht und diskutiert ggf. auch über ein für und wider. Deinen Namen und deine Adresse zu nennen und zu erwarten, dass sie nachzieht, finde ich zu direkt. Aber es kommt natürlich auch darauf an, was ihr zu Beginn euer Beziehung ausgemacht habt. Soll es ein diskretes, anonymes Abenteuer für beide Seiten sein oder wollt ihr offen zueinander sein?

    Danke für Dein Feedback. Die konkrete Beziehung hat sich erledigt (manchmal gehts schnell), aber Deinen Ansatz, einfach nach einer Karenzzeit beit gutem Verlauf offen drüber sprechen, finde ich stimmig.

  • Während ich anfangs sehr auf Anonymität bedacht bin, gebe ich bei einem guten Gefühl und nach mehreren Dates auch meine Identität preis. Nach spätestens zwei Monaten ist das Thema durch. Eventuell sähe das anders aus, wenn ich gebunden wäre, allerdings würde ich mich dann auch nicht dem Sugardating widmen.