Neulich ist einer Freundin auch etwas ziemlich Krasses passiert – und ich finde, darüber sollte man unbedingt generell sprechen:
Sie verkauft gelegentlich intime Fotos und Videos – diskret, per SEPA-Überweisung. Warum SEPA? Weil man da beim Empfängernamen alles Mögliche angeben kann – Hauptsache, die IBAN stimmt. Ideal für anonyme Zahlungen, solange beide Seiten ehrlich sind.
Aber jetzt kommt’s:
Ein „Kunde“ hat nach dem Kauf ernsthaft eine Rückforderung der Überweisung gestellt. Und jetzt der eigentliche Schock – wenn man dieser Rückbuchung widerspricht, hat der Absender das Recht, Namen und Anschrift des Kontoinhabers zu erfahren!
Das kann bei sensiblen Inhalten richtig gefährlich werden.
In ihrem Fall war der Typ kein Unbekannter – ein Lokalpolitiker, der mit dicken Beträgen (angeblich 5.000 € pro Tag) gewunken hat. Das roch sofort nach Scam. Zwar hat er die Medien bezahlt – aber der Trick war die Rückforderung. So wollte er wohl an ihre persönlichen Daten kommen. Eine perfide Taktik, die mit realer Bedrohung enden kann.
Zum Glück hat sie klug reagiert:
Sie ging direkt zur Bank, erklärte den Sachverhalt – dass sie dem Mann die vereinbarten Inhalte geliefert hat, dass er zufrieden war, und dass sie aus gutem Grund nicht will, dass ihre Adresse rausgegeben wird. Sie erwähnte auch, dass sie ihn als potenziellen Stalker einschätzt. Danach war Ruhe.
Was lernen wir daraus?
Solche Machenschaften gehören ans Licht – vielleicht sogar an die Medien oder an die Partei dieses Herrn. Denn wenn jemand seine Machtposition missbraucht, um andere unter Druck zu setzen, ist das nicht nur moralisch verwerflich, sondern gefährlich.